GLP will Zebrastreifen im Zentrum Dübendorfs zurück
Weg mit dem Rechtsvortritt, her mit den Fussgängerstreifen: Der Dübendorfer Gemeinderat Thomas Maier (GEU/GLP) will mit einer Motion das Verkehrsregime in der Tempo-30-Zone im Stadtzentrum ändern.
Vor einigen Tagen hat die SVP eine Motion eingereicht, um Tempo 30 im Zentrum Dübendorfs zu kippen. Nun nimmt sich Gemeinderat Thomas Maier (GEU/GLP) ebenfalls mit einer Motion der 30er-Zone an – wenn auch nicht wegen der Tempobeschränkung.
Maier möchte den Stadtrat beauftragen, mit der Kantonspolizei in Kontakt zu treten, um die Fussgängerstreifen wieder anzubringen und den Rechtsvortritt aufzuheben. Das Parlament wird entscheiden, ob sich die Stadtregierung damit befassen muss.
Ein «Spiessrutenlauf»
Seitdem vor drei Jahren Tempo 30 im Zentrum eingeführt worden sei und die meisten Fussgängerstreifen aufgehoben worden seien, könnten gerade ältere Personen und Kinder die stark befahrenen Strassen kaum mehr sicher überqueren, heisst es in der Begründung.
Der Rechtsvortritt wiederum mache die Situation für Velofahrer und Automobilisten unübersichtlich; Maier schreibt von einem «Spiessrutenlauf». Zwar sei in Tempo-30-Zonen grundsätzlich vorgesehen, dass es keine Fussgängerstreifen und keinen Rechtsvortritt gebe. Ausnahmen seien aber zulässig, wenn es die Verkehrssicherheit erfordere. Maier: «Dies ist in Dübendorf zweifellos der Fall.»
Vorbild Wallisellen
In der Motion wird auch auf die Situation in Wallisellen verwiesen. Dort ist die stark befahrene Neugut-/Bahnhofstrasse auf einer Länge von gut 900 Metern eine Tempo-30-Strecke, wo Fussgängerstreifen möglich sind und kein Rechtsvortritt gilt. Angrenzende Quartiere wiederum sind als Tempo-30-Zonen mit dem entsprechenden Verkehrsregime ausgeschildert.
