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Weisser Rauch für den grünen Parlamentspräsidenten in Illnau-Effretikon

Die Wahl ist gefallen. Urs Gut übernimmt das Steuer im Parlament in Illnau-Effretikon. Ferrari und Präsidentenjet sind gestrichen, dafür gibt’s klare Worte.

Urs Gut (in der Mitte) ist neuer Parlamentspräsident. Neben ihm stehen Simone Schädler (EVP), die 1. Vizepräsidentin, und Ralf Antweiler (GLP), der 2. Vizepräsident.

Foto: Mel Giese Pérez

Weisser Rauch für den grünen Parlamentspräsidenten in Illnau-Effretikon

Die Wahl ist gefallen. Urs Gut übernimmt das Steuer im Parlament in Illnau-Effretikon. Ferrari und Präsidentenjet sind gestrichen, dafür gibt es klare Worte.

Der höchste Illnau-Effretiker ist ein grüner Parlamentarier: Urs Gut ist zum Parlamentspräsidenten gewählt worden – zusammen mit Simone Schädler (EVP) als 1. Vizepräsidentin und Ralf Antweiler (GLP) als 2. Vizepräsidenten. Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier in Illnau-Effretikon haben also gesprochen. Vom Stadthaus stieg weisser Rauch auf, Parlamentssekretär Marco Steiner verkündete feierlich: «Habemus Praeses parlamenti.»

Emmanuel Macron gratulierte Gut zu seiner Wahl, während Donald Trump sie kurzerhand zur Katastrophe erklärte. Immerhin sei Gut ein «woker» Grüner, der sogar an den Klimawandel glaube.

Ganz so war es natürlich nicht. Doch so brachte Arie Bruinink (Grüne) den Saal zum Lachen. Für diese Art von Spielereien ist er bekannt. Kaum eine Parlamentssitzung vergeht ohne eine seiner prägnanten Powerpoint-Präsentationen. Mal unterstreicht er seine Argumente mit selbst gebastelten Bildcollagen, mal überspitzt er Diskussionen humorvoll.

So liess er am Donnerstagabend Macron und Trump mit KI-generierten Stimmen auf die Wahl reagieren. Mit Bedauern teilte der Fraktionskollege dem neu gewählten Präsidenten trotzdem mit, dass ein paar kleine Extras gestrichen würden. Sparmassnahmen eben: Der Ferrari als Dienstfahrzeug liegt nicht mehr im Budget, und der Präsidentenjet soll bald auf Ricardo versteigert werden. Bruinink witzelte noch etwas weiter, bevor er Gut schliesslich die Bühne überliess.

«Es ist mir wirklich eine grosse Ehre, die Aufgabe des Parlamentspräsidenten wahrzunehmen», sagte dieser und gestand ein Herzklopfen ein. Als dienstältester Parlamentarier – seit 2010 dabei – hat er den Wandel in der Stadt und im Rat über die Jahre mitverfolgt, wie er erzählte. Nun führt er als Letzter der laufenden Legislatur das Parlament und will dies mit Ruhe und Klarheit tun.

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