Bauma will einen sicheren Fussweg ins Altlandenberg-Quartier
Anwohner fordern eine Asphaltierung des Fusswegs ins Altlandenberg-Quartier in Bauma – für einen besseren Winterdienst. Die Gemeinde will das Anliegen nun dem Kanton vorlegen, hat aber Bedenken.
«Eiszeit» – so bezeichnete Emilio Mühlemann den Zustand des Fusswegs vom Bahnhof Bauma zum Schulhaus Altlandenberg in diesem Winter. Nach Schneefällen Anfang Jahr glich der Weg über Tage einer Eisbahn, und dies nicht zum ersten Mal.
Er sammelte deshalb Unterschriften für eine Petition, die eine Asphaltierung des Fusswegs fordert. Damit soll ein besserer Winterdienst möglich sein. 213 Personen haben sein Anliegen unterstützt.
Nun hat der Baumer Gemeinderat Stellung dazu genommen. «Der Gemeinderat betrachtet das Anliegen der Petenten als nachvollziehbar und aufgrund der Anzahl Einwohner und Einwohnerinnen im Quartier Altlandenberg und der hohen Frequenzen auf dem Weg grundsätzlich als berechtigt», schreibt er im jüngsten Verhandlungsbericht.
Sorgen wegen Kosten
Doch eine Lösung zu finden, ist nicht so einfach. Denn der unbefestigte Wanderweg entlang der Töss gehört dem Kanton – und auf einem Wanderweg darf eigentlich gar kein Winterdienst durchgeführt werden. Die Gemeinde darf dies nach Absprache mit der Baudirektion zwar, muss aber schauen, dass der Weg durch die schweren Gerätschaften nicht beschädigt wird. Deshalb räumt sie den Weg nur zurückhaltend.
«Wie die Petenten zu Recht feststellen, setzt eine höhere Priorisierung des Winterdiensts auf dem Weg den Einbau eines Belags voraus», führt der Gemeinderat aus. Er will nun den Austausch mit dem Kanton suchen.
Ob eine Asphaltierung möglich ist, weiss der Gemeinderat aber nicht. Da der Weg teilweise im Gewässerraum der Töss liegt, wäre dies allenfalls nur mit einer Verschiebung möglich. Und das wäre mit hohen Kosten für die Gemeinde verbunden.
Der Gemeinderat denkt aus diesem Grund bereits an eine mögliche Alternative. Es gibt auch einen Fussweg über die Brücke. Das Problem ist bisher, dass dieser wegen einer Treppe nicht barrierefrei ist. Deshalb will der Gemeinderat auch einen behindertengerechten Ausbau prüfen.
