Politik

Nach Abstimmung über Einheitsgemeinde und Schulfusion

Bezirksrat bestätigt doppeltes Ja – Lösung in Turbenthal bleibt unklar

Grosse Kreisschule oder Einheitsgemeinde? Die Turbenthaler wollen beide Ideen prüfen. Doch das doppelte Ja stellt die Gemeinden vor Herausforderungen. Daran ändert auch der jüngste Entscheid wenig.

Einheitsgemeinde oder grosse Schulfusion? Wie es nach der Abstimmung vom März 2024 weitergeht, ist immer noch unklar.

Foto: Simon Grässle

Bezirksrat bestätigt doppeltes Ja – Lösung in Turbenthal bleibt unklar

Nach dem zweifachen Ja zur Prüfung der Einheitsgemeinde Turbenthal und zu Verhandlungen über eine grosse Kreisschule hat der Bezirksrat einen Entscheid gefällt. Doch dieser ändert nichts an der vertrackten Situation.

Wie sollen sich die Gemeinde Turbenthal und ihre Schulen in Zukunft organisieren? Am 3. März des vergangenen Jahrs sollten die Bürgerinnen und Bürger diesbezüglich an der Urne einen Entscheid fällen.

Die Politische Gemeinde wollte wissen, ob die Bevölkerung die Einführung einer Einheitsgemeinde – sie ist schon seit mehreren Jahren ein Legislaturziel des Gemeinderats – prüfen möchte. Eine solche würde die Integration der Schulen in die Politische Gemeinde bedeuten.

Gleichzeitig brachten die Schulen die Idee, Verhandlungen über eine grosse Schulfusion – eine Kreisschule anstelle von je zwei Schulgemeinden in Turbenthal und Wila – aufzunehmen, an die Urne. Weil die Vorlagen voneinander unabhängig waren, konnten die Bürger beiden zustimmen. Und so kam es auch.

Im Anschluss an die Abstimmung lautete die grosse Frage: Wie mit den beiden Abstimmungsergebnissen umgehen? Umgesetzt werden kann am Schluss nur eine der beiden Visionen.

Bezirksrat nimmt Stellung

Während die Gemeinde Turbenthal gerne möglichst schnell zur Einheitsgemeinde würde, wären die Verhandlungen über die Schulfusion ein längerer Prozess.

Mit jener Frage gelangte der Gemeinderat Turbenthal an den Bezirksrat Winterthur. Wie die beiden Schulgemeinden und die Politische Gemeinde in einer gemeinsamen Mitteilung schreiben, hat dieser jetzt beschlossen: Beide Urnenentscheide vom 3. März haben Bestand.

«Es liegen somit keine neuen Erkenntnisse vor, wie der Volkswille umgesetzt werden soll», heisst es in dem Schreiben. Über ein Jahr nach der Urnenabstimmung ist die Frage, wie es weitergeht, damit noch immer ungeklärt.

Man wolle sich nun zeitnah darüber unterhalten, «wie der weitere Weg bezüglich der Umsetzung der Abstimmungsergebnisse gestaltet werden könnte», teilen die drei Behörden mit. Über neue Erkenntnisse will man so bald wie möglich wieder informieren.

Dass das Kreisschulprojekt weiterverfolgt wird, scheint aber eher unwahrscheinlich. Denn die Wilemer Stimmberechtigten haben der Idee im Februar eine Abfuhr erteilt.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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