Maur steht vor Millionenentscheid für den Ausbau der Asylunterkünfte
Bedenken aus der Bevölkerung
Maur benötigt zusätzliche Unterkünfte für Geflüchtete. Die Frage ist nur: Wo? Gegen die Vorschläge des Gemeinderats sind nun bereits kritische Stimmen zu vernehmen.
Zurzeit leben in Maur gut 140 Geflüchtete. Doch der Platz für weitere Personen reicht nicht mehr aus, weshalb der Gemeinderat nach Lösungen suchte. Am Montagabend hat er nun der Bevölkerung seinen Plan vorgestellt, über den die Stimmberechtigten am 28. September an der Urne befinden.
«Heute geht es um den wichtigsten Teil der Asylstrategie», bekräftigte Gemeinderat Alexander Lenzlinger (FDP) die Relevanz des Themas. Seit zwei Jahren hat sich die Quote, wie viele Geflüchtete Maur aufnehmen muss, schrittweise von 0,5 auf 1,6 Prozent erhöht. Konkret wohnten damals 54 Personen in der Gemeinde, heute müssten es bereits 173 Menschen sein. Davon ist Maur jedoch ein gutes Stück entfernt.
Eine grosse Schwierigkeit ist dabei eine vorausschauende Planung. Zurzeit gebe es keine sichere Prognose, in welche Richtung sich die Aufnahmequote entwickle, hielt Lenzlinger fest. Aus diesem Grund erarbeitete der Gemeinderat einen Plan, bei dem flexibel auf eine sich verändernde Nachfrage reagiert werden kann. Dabei wurde berücksichtigt, dass sich die Geflüchteten gleichmässig auf die verschiedenen Dörfer verteilen lassen.

