Fusionspläne erhitzen die Gemüter in Pfäffikon
Gefühle versus Fakten
Ein Gemeinderat, der sich bald Stadtrat nennen will? Eine absehbare Steuerfusserhöhung? Die Diskussionen um die allfällige Fusion mit Wildberg haben in Pfäffikon neue Dimensionen erreicht.
In Pfäffikon haben sich sowohl die Befürworter als auch die Gegner einer potenziellen Fusion mit der Gemeinde Wildberg in Position gebracht. Der Gemeinderat hat seine Social-Media-Kampagne lanciert und teilt fleissig Beiträge zum Thema. Auch in der Dorfzeitung «Pfäffikerin» wird auf einer Doppelseite für die Ausarbeitung eines Fusionsvertrags geweibelt. Die Pfäffiker Parteien, deren Grossteil die Nein-Parole für die Grundsatzabstimmung am 18. Mai empfiehlt, teilen ihre Meinung derweil auf Flugblättern oder ihren eigenen Profilen in den sozialen Netzwerken mit.
Auch zahlreiche Leserbriefe zum Thema erreichen die Redaktion. Dabei zeigt sich das Bild einer gespaltenen Gemeinde: Die einen sind begeistert, wollen die Chance nutzen oder die Fusion zumindest prüfen, um nicht vorschnell eine Tür zuzuschlagen. Die anderen fürchten sich vor negativen Konsequenzen – unter anderem Steuerfusserhöhungen – und wollen die Idee im Keim ersticken. Denn sei erst mal Ja zur Prüfung gesagt, sei es schwierig, am Ende und nach vielen Ausgaben doch noch Nein zu sagen, heisst es von den Gegnern.

