Nicht vor 2029: Instandsetzung des Museums Neuthal verzögert sich
Projekt auf Museumsareal
Die ehemalige Spinnerei Neuthal soll zu einem bedeutenden Museum für Wirtschaftsgeschichte werden. Wegen Anpassungen an den ursprünglichen Plänen verlängert sich die Projektdauer jedoch um zwei Jahre.
Was ist bisher passiert? – 2023 bewilligte der Zürcher Regierungsrat einen Rahmenkredit von über 27 Millionen Franken, damit die ehemalige Spinnerei Neuthal zu einem bedeutenden Museum der regionalen Technik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte ausgebaut werden kann.
Ein erster Teil dieses Rahmenkredits wurde noch im selben Jahr freigegeben, womit vorgezogene Massnahmen, wie zum Beispiel die Instandsetzung der Turbinenhalle, umgesetzt werden konnten. Weitere Teilprojekte umfassen den Hochwasserschutz, Anpassungen am Museum und optionale Ausbauten, wie zum Beispiel das Errichten einer Photovoltaikanlage. Diese Teilprojekte befinden sich stellenweise noch in Planung. Die bereits realisierten Ausbauschritte zeigen Wirkung: Seit dem Beschluss von 2023 sind die Besucherzahlen um rund 40 Prozent gestiegen.
Was hat der Regierungsrat konkret beschlossen? – Damit alle strategischen Teilprojekte umgesetzt werden können, hat der Regierungsrat nun den zweiten und letzten Teilbetrag des Rahmenkredits in Höhe von 16,1 Millionen Franken freigegeben. Dies geht aus einem Protokoll des Regierungsrats hervor.
Was enthält der zweite Teilkredit? – Mit dem zweiten Teilkredit sollen unter anderem das Fabrikgebäude instandgestellt und mehr Parkplätze für Besucher bereitgestellt werden. Gerade die Eingriffe in die historische Bausubstanz des Fabrikgebäudes gehen massiv ins Geld: Rund 17,6 Millionen sollen die Massnahmen allein kosten. Das sind fast zwei Drittel des gesamten Rahmenkredits. Das Baugesuch hierzu wurde bereits letztes Jahr eingereicht.
Wann werden die Massnahmen umgesetzt sein? – Der Abschluss des Gesamtprojekts war ursprünglich per Ende 2026 vorgesehen. Wegen der grossen Komplexität des Projekts, zusätzlicher Anforderungen wie Brand- oder Erbebenschutz und der Projektumsetzung während des laufenden Museumsbetriebs ergaben sich Mehrausgaben. Der ursprüngliche Zeitplan kann deswegen nicht mehr eingehalten werden. Ergo wurde die Projektdauer um knapp zwei Jahre bis Januar 2029 verlängert.
Die Kostenplanung wurde entsprechend angepasst, sodass der aktualisierte Rahmenkredit bei 28,7 Millionen Franken zu liegen kommt. Dies gelang durch diverse Einsparungen bei anderen Projekten, wie zum Beispiel der Photovoltaikanlage, die vorerst nicht gebaut werden soll. Der neue Kredit liegt nach wie vor im bewilligten Rahmen.