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Frauenpower aus Greifensee

Monika Keller aus Greifensee will Regierungsrätin werden

Die Gemeindepräsidentin von Greifensee stellt sich für die FDP als Kandidatin für den Zürcher Regierungsrat zur Verfügung. Ob sie einen Ticketplatz für die Wahlen 2027 erhält, entscheiden die Delegierten im Juni.

Gemeindepräsidentin Monika Keller möchte mit auf das Zweierticket.

Foto: PD

Monika Keller aus Greifensee will Regierungsrätin werden

Frauenpower aus Greifensee

Die Gemeindepräsidentin von Greifensee stellt sich für die FDP als Kandidatin für den Zürcher Regierungsrat zur Verfügung. Ob sie einen Ticketplatz für die Wahlen 2027 erhält, entscheiden die Delegierten im Juni.

Die Greifenseer Gemeindepräsidentin Monika Keller bringt sich für die FDP als Kandidatin für den Zürcher Regierungsrat ins Spiel. «Ich freue mich und stelle mich gerne zur Verfügung», sagt sie auf Anfrage dieser Redaktion. Ob sie auf das Zweierticket für die Wahlen 2027 kommt, entscheiden die Delegierten am 23. Juni.

Erst wollte die FDP nämlich nur einen Kandidaten ins Rennen schicken. Die Parteileitung hatte Mitte April kommuniziert, nur mit ihrem Nationalrat Andri Silberschmidt anzutreten. Dies sorgte intern für Diskussionen: Während der Vorschlag einer Nomination Silberschmidts zwar breit begrüsst wurde, kam die Frage auf, ob die FDP nicht besser mit zwei Kandidierenden antreten solle.

Bei den letzten Wahlen musste die FDP einen Sitz an die Grünen abtreten. «Ich finde es gut, wenn wir als Partei den Anspruch auf den zweiten Sitz wieder klar erheben», sagt Keller.

Frauenbonus ist kein Thema

Die bisherige FDP-Regierungsrätin Carmen Walker Späh stellt sich bei den Gesamterneuerungswahlen nicht mehr zur Verfügung. Soll diese Lücke nicht auch wieder mit einer Frau geschlossen werden? «Wir können die Frauensitze nicht immer nur den Linken überlassen. Ich sehe mich aber nicht als Frauenquotenfrau», sagt Keller. Schliesslich bringe sie schon langjährige Erfahrung in der Exekutive mit.

Die promovierte ETH-Biologin und Konfliktberaterin ist bereits seit zwölf Jahren Gemeindepräsidentin von Greifensee. Davor betreute sie als Gemeinderätin vier Jahre lang das Ressort Sicherheit und Gesundheit. Zudem sitzt sie seit 2023 im Kantonsrat.

Monika Keller an einem Pult, sie kündigt die 1.-August-Rede an.
Gemeindepräsidentin Monika Keller müsste im Fall einer Wahl ihr Amt in Greifensee abgeben.

«Vermutlich werden einige Greifenseer mit mir schimpfen», fügt die Gemeindepräsidentin an. «Sie haben mich ja eben erst mit einem sehr guten Resultat wiedergewählt.» Denn wenn sie gewählt würde, müsste sie ihr Amt in Greifensee abgeben.

Mehr Chancen mit Zweierticket

Aufwind erhielt die Diskussion rund um das Zweierticket mit einer weiteren Kandidatur zuletzt nach den Erfolgen der FDP in kommunalen Wahlen. In Winterthur wurde Stefan Fritschi zum neuen Stadtpräsidenten gewählt. Im Bezirk Horgen stellt die FDP nach den Wahlen in allen neun Gemeinden das Gemeindepräsidium.

Sprechen sich die Delegierten für eine Zweierkandidatur aus, stehen neben Silberschmidt, der zur Nomination empfohlen wird, und Keller noch zwei weitere Personen zur Verfügung: Als weiterer Anwärter hat sich Martin Huber gemeldet. Der Betriebsökonom und Landwirt sitzt ebenfalls im Kantonsrat und ist alt Gemeindepräsident von Neftenbach.

Vierter im Bund ist Frank Rühli, Professor, Institutsdirektor und Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich sowie ehemaliger Gemeinderat der Stadt Zürich.

Mit Material der SDA

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