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Meinung

Kommentar zur Kauf-Offerte

Das Thurmed-Angebot fürs GZO ist eine Expansion mit Ansage

Für das kriselnde GZO Spital Wetzikon könnte jetzt doch noch alles gut kommen. Der stv. Chefredaktor Erik Hasselberg erklärt, warum das Angebot aus dem Thurgau das sichert, was alle im Oberland wollen.

Das Thurmed-Angebot fürs GZO ist eine Expansion mit Ansage

Kommentar zur Kaufofferte

Für das kriselnde GZO Spital Wetzikon könnte jetzt doch noch alles gut kommen. Der stellvertretende Chefredaktor Erik Hasselberg erklärt, warum das Angebot aus dem Thurgau das sichert, was alle im Oberland wollen.

Das offizielle Kaufangebot der Thurgauer Thurmed-Gruppe fürs GZO kommt für aufmerksame Beobachter nicht überraschend. Thurmed-CEO Rolf Zehnder hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er die Zukunft der Schweizer Spitallandschaft in wenigen schlagkräftigen überregionalen Spitalverbünden sieht – ähnlich den Grossverteilern im Detailhandel. Mit dem Einstieg im Oberland lässt er den Worten nun Taten folgen. Für die Thurgauer ist das GZO, trotz dessen immenser finanzieller Schieflage, die perfekte Trägerrakete, um über die eigenen Kantonsgrenzen hinauszufliegen.

Für das GZO und die Aktionärsgemeinden ist diese Offerte ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk mitten im Sommerloch. Warum? Weil sie das grundlegende Problem löst, an dem das Konkurrenzangebot des Swiss Medical Network (SMN) scheitern könnte: das regulatorische Risiko. Während die privaten US-Investoren um SMN das Spital mitsamt den Gebäuden herauskaufen müssten – was eine hochkomplexe und aktuell politisch blockierte Übertragung der kantonalen Leistungsaufträge verlangt –, steigt Thurmed einfach als neue Partnerin in die bestehende Spital-AG ein. Die Leistungsaufträge bleiben in Wetzikon, der Betrieb läuft nahtlos weiter.

Zudem sichert das Thurgauer Modell genau das, was die hiesige Bevölkerung und die Politik seit Monaten fordern: die Verankerung in der öffentlichen Hand. Statt das regionale Gesundheitswesen privaten Finanzinvestoren, Renditedruck und riskanten Immobilienmietmodellen auszuliefern, kommt mit Thurmed die rentabelste öffentliche Spitalgruppe der Schweiz an Bord. Sie bringt das nötige Geld und das medizinische Know-how mit, um den unvollendeten Neubau endlich fertigzustellen.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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