Spital Uster: Schöne Pläne, offene Rechnung
Das Spital Uster kündigt den Ausbau an. Doch nach der Finanzkrise ist unklar, wie die Arealstrategie bezahlt werden soll, analysiert der stv. Chefredaktor.
Arealstrategie 2040+: Das Spital Uster kündigt eine neue Notfallstation, einen ambulanten Operationssaal und einen Geburtspavillon an. Doch angesichts der knappen Kassen und der Altlasten bleiben viele Fragen offen – besonders im Vergleich zum strauchelnden Nachbarn in Wetzikon.
Während im Oberland alle Augen auf das in finanzielle Schieflage geratene GZO Spital Wetzikon gerichtet sind, droht die turbulente jüngere Geschichte des Spitals Uster fast in Vergessenheit zu geraten. Zu Unrecht. Denn die aktuelle Jubelmeldung aus Uster muss vor dem Hintergrund der Vergangenheit gelesen werden: ein vom Bundesgericht gestoppter Neubau, Millionenabschreibungen für makulierte Pläne und eine Rettung durch Steuergelder der Aktionärsgemeinden.
Investitionsstau trifft auf Geldmangel
Natürlich sind die Verantwortlichen heute froh, dass der megalomane Neubau nie realisiert wurde. Doch die Kehrseite ist ein massiver Investitionsstau. Renovationen wurden jahrelang verschoben, in der Hoffnung auf den grossen Wurf. Nun muss das Spital stückweise sanieren – und das kostet.

