Egg muss sich dringend um sein grösstes Problem kümmern
Kommentar
Der Graben zwischen der Rechnungsprüfungskommission und dem Gemeinderat in Egg wird immer grösser. Deshalb müssen die Beteiligten jetzt handeln und Verantwortung übernehmen.
Die Info-Veranstaltung in Egg über die Urnenvorlage zur Abschaffung der Gemeindepolizei hat es eindrücklich gezeigt. Die Nerven liegen blank. Besonders die Beziehung zwischen der Rechnungsprüfungskommission (RPK) und dem Gemeinderat ist zerbrochen.
Die Ereignisse der letzten Jahre bestätigen dieses Bild. So war es der RPK-Präsident, der die Initiative zur Einführung der Schuldenbremse lancierte. Der Gemeinderat stellte sich dagegen, die Bevölkerung stimmte der Vorlage jedoch zu. Kurz darauf gerieten die RPK und der Gemeinderat wegen der Anschaffung des neuen Polizeiautos aneinander. Und jetzt muss die Bevölkerung über die Zukunft ihrer Polizei entscheiden. Initiant der Vorlage ist wieder der RPK-Präsident, während sich der Gemeinderat dagegen wehrt.
Der Blick in die Vergangenheit offenbart, dass zwischen der RPK und dem Gemeinderat ein grundlegendes Problem besteht. Ein Problem, welches die Gemeinde jetzt dringend anpacken sollte.
Denn der Ursprung des Konflikts liegt in der mangelhaften Kommunikation. Wie sonst lässt es sich erklären, dass die beiden Behörden sich in der Frage nicht einig sind, wie viele Maschinenpistolen die Gemeindepolizei besitzt? Dabei ist es nur eines von vielen Beispielen.
Eigentlich sollten die RPK und der Gemeinderat eine Basis pflegen, wo einander zugehört und Kritik angenommen werden kann. Doch der ständige Konflikt hat das gegenseitige Vertrauen zerstört.
Umso wichtiger ist es jetzt, dass die Beteiligten Verantwortung übernehmen. Dafür braucht es zwingend klärende Gespräche und die Grösse, Fehler einzugestehen. Ohne den Willen beider Seiten ist keine Besserung in Sicht. Die Zusammenarbeit muss sich verbessern, damit der Fokus wieder zurück auf die sachlich geführten Debatten gelegt werden kann.