Ein Referendum könnte jahrelange Arbeit in Uster zunichtemachen
Kommentar zur Richtplandebatte
Ob die bürgerlichen Parteien wirklich ein Referendum wollen, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Es würde einen Rückschritt bedeuten.
36 Parlamentarierinnen und Parlamentarier, sieben Stadträtinnen und Stadträte, ein Stadtschreiber, eine Protokollführerin und unzählige Kommissionsstunden: Der neue Richtplan der Stadt Uster wurde bis ins letzte Detail verhandelt, Worte wurden abgewogen, Anträge geschrieben, es wurde abgestimmt. Manchmal ging es nur darum, ob «bedürfnisorientiert» oder «angebotsorientiert» im Text stehen soll.
Ein enormer und berechtigter Aufwand für ein Papier, das die Zukunft Usters in den Themenbereichen Wohnen, Verkehr, Landschaft und öffentliche Bauten ordnen soll. In einer Stadt, die wächst und in der Platz knapp wird.
Am Ende redet auch der Kanton über die Machbarkeit mit, etwa wenn es um zusätzliche Fussballfelder und die Bewahrung der Heusser-Staub-Wiese für Fussballvereine geht.
