Mobiliar von Hanffirma unter dem Hammer – doch niemand greift zu
Am Montag hätte man in Turbenthal ein Starterset für eine Indoor-Hanfproduktion zum Schnäppchenpreis erstehen können. Mit Betonung auf «hätte» – die Liste der Gebote blieb leer.
Sie träumen vom grossen Erfolg und wollten schon immer ins Hanfbusiness einsteigen? Am Montag bot sich dazu in Turbenthal eine einmalige Gelegenheit. In einem Lagerraum auf dem Gelände der Boller Winkler AG bot das Betreibungsamt Zell-Turbenthal eine Grundausstattung für Hanfunternehmer feil.
Zum Verkauf standen etwa eine Hanfabfüllanlage, eine Schnittmaschine für Pflanzenteile, ein Waschturm und ein Gerät, um den Boden zu kehren. Es handelt sich dabei um das Mobiliar der Cannabro AG.
Die Firma, die auf dem Papier nach wie vor existiert und immer wieder mit Geruchsemissionen von sich reden machte, produzierte an mehreren Standorten in Wila und Turbenthal CBD-Hanf. Ihre mutmassliche Nachfolgefirma ist oberhalb des Brocki in Wila beheimatet.
Nachdem der bisherige Besitzer vergangenen Herbst ausgeschieden war und die Mietzahlungen ausgeblieben waren, leitete die Vermieterin ein Ausweisungsverfahren ein. Um das Mobiliar loszuwerden und die Kosten des Verfahrens zu decken, organisierten Betreibungsamt und Vermieterin eine freiwillige Versteigerung.
Doch der Erfolg blieb aus: Trotz dem tiefen Mindestgebot von 10 Franken schien an diesem Montagmorgen niemand Interesse an den Geräten zu haben, die teils einen Neuwert von mehreren tausend Franken haben. Es ging kein Gebot ein. Nun wird das Mobiliar voraussichtlich entsorgt.