Duftende Hanfplantagen in Wila geben Rätsel auf – eine Spurensuche
Der Geruch blühenden CBD-Hanfs nervt Anwohner, nebulöse Firmen lassen die Gerüchteküche brodeln. Unlängst hat auch die Gemeinde Wila Wind davon bekommen. Ein Versuch, Antworten zu finden.
Hanf ist nicht gleich Hanf – dass das verbotene Rauschkraut einen legalen, gleich aussehenden Zwilling hat, wird immer wieder ausgenutzt. Das zeigen Schlagzeilen von ausgehobenen Plantagen aus Rüti, Dietlikon oder jüngst Schwerzenbach.
Auch in Wila wird der trendige CBD-Hanf angebaut – weitgehend unsichtbar und lange unbemerkt. Ausgehend von einem verspätet eingereichten Baugesuch, erhielten wir vor zwei Jahren Einblick in eine der beiden Anlagen.
Seit geraumer Zeit liefert diese Hanfindustrie wieder vermehrt Gesprächsstoff: wegen Geruchsemissionen und rätselhafter Firmen, die im Schochen-Quartier ansässig sind.
Im Austausch mit Anwohnerinnen und Anwohnern zeigt sich: Über die Hanfunternehmen ist wenig Gesichertes bekannt – und doch fallen sie auf. «Die ganze Nacht über fahren Autos mit ausländischen Nummern hier hin und her», erzählt eine Frau. Die Sache wirke sehr dubios. «Das alles hat ein ‹Gschmäckli› – im wahrsten Sinne des Wortes», meint eine andere.

