Vorfall um schwulen Lehrer in Pfäffikon wird zum Theaterstück
Ein Vorfall, der Pfäffikon erschütterte, wird jetzt auf die Bühne gebracht: Das Theater Neumarkt Zürich thematisiert die Kontroverse um den schwulen Primarlehrer. Der Regisseur will damit eine Debatte anstossen.
Wie kann es sein, dass die Homosexualität eines Lehrers heute noch ein Thema ist? Eine Frage, der sich das Zürcher Oberland und vor allem die Gemeinde Pfäffikon letztes Jahr oft stellen musste. Der Fall des schwulen Lehrers Daniel Brunner, der eigentlich anders heisst, schlug hohe Wellen – über die Regionsgrenze hinaus.
Der Pfäffiker Primarlehrer geriet ins Kreuzfeuer wertkonservativer Eltern. Sie kritisierten seinen Sexualkundeunterricht und beschuldigten ihn, unangemessenen Einfluss auf die Kinder auszuüben. Obwohl die Schulführung und später ein interner Bericht feststellten, dass die Vorwürfe haltlos waren und die Homosexualität der Lehrperson kein Grund für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses war, wurde dieses dennoch aufgelöst.
Eine Debatte, keine Anklage
Nun widmet sich Film- und Theaterregisseur Piet Baumgartner diesem Vorfall. Baumgartner ist ein Schweizer Regisseur und Visual Artist, bekannt für seine transdisziplinären Arbeiten in Film, Theater und Bildender Kunst. Sein Spielfilmdebüt «Bagger Drama» (2024) feierte seine Weltpremiere beim San Sebastián Film Festival in Spanien, wo er den New Directors Award gewann. Nun bringt er die Geschichte rund um Daniel Brunner auf die Bühne des Theaters Neumarkt in Zürich. «Schwuler Lehrer!» heisst das Stück und feiert am 23. Februar 2026 Premiere.

