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Musig ufem Effimärt

1000 Musizierende verwandeln Effimärt in ein Festivalgelände

Vom Donnerstag bis am Sonntag musizieren in Illnau-Effretikon Bands und Vereine zur zweiten Auflage von «Musig ufem Effimärt». Gleichzeitig wird der erste Zürcher Jugendmusiktag dort stattfinden.

Das diesjährige Festival wird sogar noch grösser als das von 2022. (Archiv)

Foto: Seraina Boner

1000 Musizierende verwandeln Effimärt in ein Festivalgelände

Vom Donnerstag bis zum Sonntag musizieren in Illnau-Effretikon Bands und Vereine zur zweiten Auflage von «Musig ufem Effimärt». Gleichzeitig wird der erste Zürcher Jugendmusiktag dort stattfinden.

Oboen, Trompeten und Posaunen geben am Wochenende in Effretikon den Ton an und verwandeln den Effimärt in ein Festivalgelände. Vom Donnerstag, 26. Juni, bis zum Sonntag, 29. Juni, findet die zweite Auflage von «Musig ufem Effimärt» statt, nachdem der Event 2022 das erste Mal über die Bühne gegangen ist.

Erneut hat die Stadtmusik Illnau-Effretikon als Organisatorin ein dicht bepacktes Programm auf die Beine gestellt. Über 20 verschiedene Orchester und Formationen stehen auf der Bühne beim Effimärt. Doch dieses Jahr wird der Musikverein sogar noch einen obendrauf setzen und den ersten Zürcher Jugendmusiktag abhalten. Damit werden rund 17 weitere Musikgruppen von Jugendlichen zu hören sein.

Effretikon ist erster Austragungsort

Der Zürcher Jugendmusiktag ist ein Anliegen des Zürcher Blasmusikverbands (ZBV), das in Illnau-Effretikon Anklang gefunden hat. «Für solche Dinge sind wir immer zu haben», sagt Stefan Broger, Chef des Festival-Organisationskomitees und Mitglied der Stadtmusik Illnau-Effretikon, wo er Tuba spielt.

«Der Nachwuchs in der Musik ist wichtig, und dieser muss gefördert werden.» Die Jugendorchester werden sich in einem Wettbewerb im Stadthaussaal messen und teilweise auch auf der Bühne unter freiem Himmel auftreten.

Nun ist Effretikon sozusagen Vorreiter für den ersten Zürcher Jugendmusiktag. «Die Hoffnung des Verbands ist es, dass diese Veranstaltung jährlich stattfinden wird», erklärt Broger. Jedes Jahr soll ein anderer Verein Gastgeber sein. Ob dies tatsächlich möglich sei, werde sich jedoch zeigen. «Wir dachten, dass wir das locker stemmen können», sagt der OK-Chef. Schliesslich müsse die Infrastruktur schon für das Festival aufgebaut werden.

«Doch vielleicht haben wir das etwas unterschätzt», witzelt Broger. «Die Vereine werden es bestimmt einfacher haben, wenn sie sich nicht gleichzeitig um eine andere Veranstaltung kümmern müssen.» Die grösste Herausforderung sei der finanzielle Aspekt gewesen. Denn «Musig ufem Effimärt» ist samt dem Wettbewerb im Stadthaussaal kostenlos. Die Stadtmusik Illnau-Effretikon hatte ein Budget von 50’000 Franken, das sie nahezu vollständig mit Sponsorenbeiträgen decken konnte.

Den guten Draht zum Zürcher Blasmusikverband hat die Stadtmusik Illnau-Effretikon durch ihre Dirigentin Monika Schütz, die Co-Präsidentin des ZBV, welche am Samstagabend zum letzten Mal mit der Stadtmusik auf der Bühne stehen wird. «Das macht die Veranstaltung noch emotionaler für uns, da wir natürlich traurig darüber sind», erzählt Broger.

Emotionen gehören immer dazu

Doch dass es sich bei «Musig ufem Effimärt» um eine emotionale Angelegenheit handelt, war schon in der letzten Ausgabe gegeben. Zum einen, weil es das 40-Jahr-Jubiläum der Stadtjugendmusik Illnau-Effretikon war. Zum anderen, weil sich das Festival aus einer Not heraus formiert hatte.

Die Pandemie zwang viele Kulturschaffende in die Knie, so auch Musikerinnen und Musiker. Die Stadtmusik Illnau-Effretikon wollte jedoch nicht tatenlos zusehen und organisierte eine Veranstaltung, die Orchestern und Formationen eine Gelegenheit bot, wieder aufzutreten. «Allein war es für Musiker schwierig, doch gemeinsam schafft man so einiges», erzählt Broger.

Eigentlich sollte «Musig ufem Effimärt» schon 2021 stattfinden, doch die Corona-Verschärfungen machten es unmöglich. Im Jahr darauf sah es schon anders aus, es hatte zwar noch die eine oder andere Restriktion gegeben, doch das Spektakel konnte ausgetragen werden. «Die Musikerinnen und Musiker haben sich ausserordentlich gefreut.»

Und Freude gehört auch dieses Mal dazu. «Wir können das Festival und die gute Stimmung kaum erwarten, auch wenn wir etwas nervös sind», sagt Broger.

«Musig ufem Effimärt» vom 26. bis 29. Juni

Dieses Wochenende versammeln sich rund 1000 Musikerinnen und Musiker bei der diesjährigen Auflage von «Musig ufem Effimärt» in Effretikon und bieten eine weite Variation von Orchestern, Ensembles und Brassbands. Nebst der Bühne auf dem Märtplatz wird diesmal auch der Stadthaussaal bespielt – mit den Musikwettbewerben anlässlich des ersten Zürcher Jugendmusiktags.

Die Konzerte sind kostenlos. Eine Festwirtschaft ist vorhanden. Das detaillierte Programm findet man auf www.smie.ch/musig-ufem-effimaert-2025.

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