Künstlerin Maureen Kägi aus Langenhard gewinnt Swiss Art Award
Maureen Kägi erhielt den mit 25’000 Franken dotierten Preis. Medial waren sie und ihre Schwester vor allem durch ihren «Circuit Flow» bekannt geworden.
Autor: Adrian Mebold
Die 1984 in Neuseeland geborene, jetzt in Wien lebende Künstlerin Maureen Kägi mit Wurzeln in Langenhard hat den mit je 25’000 Franken dotierten Schweizer Kunstpreis gewonnen. Insgesamt wurden neun Kunstschaffende mit dieser eidgenössischen Auszeichnung geehrt.
Verbunden ist sie mit der Teilnahme an der Swiss-Award-Ausstellung während der Art Basel. Kägi ist das erste Mitglied der Künstlergruppe Winterthur mit diesen Weihen der eidgenössischen Kunstkommission. Dort ist sie seit 25 Jahren dabei.
Weltweit bekannt wurde Maureen Kägi zusammen mit ihrer Schwester Stefanie Kägi, als die beiden 2022 den Klubraum des FC Tössfeld im neuen Garderobengebäude im Sportpark Deutweg mit dem «Circuit Flow» ausstatteten. Sie besetzten den Raum mit einem blauen Lineament auf allen Wänden, einschliesslich der Decke. Die Totalität und der Furor des Eingriffs hatten das Gremium der Kunstkommission begeistert, die Nutzerinnen und Nutzer hingegen waren entsetzt und empört ob der Provokation.

Solch energiegeladenen Gesten wie im «Circuit Flow» wird man in den Bildern von Maureen Kägi nicht begegnen. Was an der Auswahl in der Swiss-Award-Ausstellung auffiel, ist die raffinierte Ästhetik in drei Gemälden Kägis, bestehend aus einer Kombination von Geometrie und sanfter Expression.

Die Swiss-Award-Jury charakterisiert Kägis Schaffen sehr präzise als «sensible und gründliche malerische Suche, die an Agnes Martin, Wade Guyton und Lee Krasner» erinnere. Die so nobilitierte Malerei passt indes perfekt auch ins aktuelle Anforderungsprofil einer marktfähigen Malerei mit Sammlerpotenzial.