Blaulicht

Dauereinsatz in Dübendorf

Kaum Schlaf für die Feuerwehr: Brände, Explosionen und Rohrbrüche

Die Feuerwehr Dübendorf - Wangen-Brüttisellen musste am Wochenende mehrmals ausrücken. Der Brand eines Wohnhauses in Gfenn hielt die Truppe gar bis Anfang Woche auf Trab.

Die Sonne geht am Sonntagmorgen bereits auf, als die Einsatzkräfte nach dem Brand in Gfenn langsam ihre Arbeit beenden – vorerst.

Foto: Feuerwehr Dübendorf/Wangen-Brüttisellen

Kaum Schlaf für die Feuerwehr: Brände, Explosionen und Rohrbrüche

Dauereinsatz in Dübendorf

Die Feuerwehr Dübendorf/Wangen-Brüttisellen musste am Wochenende mehrmals ausrücken. Der Brand eines Wohnhauses in Gfenn hielt die Truppe gar bis Anfang Woche auf Trab.

«Nein, viel Schlaf haben wir dieses Wochenende nicht bekommen.» Das sagt Andreas Fritschi, Kommandant der Feuerwehr Dübendorf/Wangen-Brüttisellen, der mit seinen Leuten von Freitagabend spät bis Montagmorgen früh an verschiedenen Orten im Einsatz stand.

Der Blaulichtmarathon begann am Freitagabend mit dem Ausrücken ins Hochbord und zum Bahnhof Dübendorf. Zwei Container standen in den beiden Gebieten laut Fritschi in Flammen. «Der Brand war keine grosse Sache. Wahrscheinlich wurde das Feuer absichtlich gelegt.»

Nach einem Fehlalarm einer Brandmeldeanlage am Samstagmittag musste die Feuerwehr am Nachmittag erneut ausrücken. Eine Person schlug Alarm. Diese habe im EWZ-Unterwerk in Fällanden mehrere Explosionen gehört und aufsteigenden weissen Rauch ausgemacht. Vor Ort hätten seine Leute und die Kollegen der Feuerwehr Fällanden aber nichts feststellen können. «Vermutlich war es ein Kurzschluss.»  

Löscheinsatz führt zu Wasserrohrbruch

Den grössten Effort musste die Dübendorfer Feuerwehr in der Nacht auf Sonntag beim Brand eines Mehrfamilienhauses in Gfenn leisten. Dabei standen gemäss Andreas Fritschi 60 seiner Leute während acht bis neun Stunden im Dauereinsatz.  

Doch damit war die Brandbekämpfung in Gfenn noch nicht abgeschlossen. Sie habe sich bis Montagmorgen um 6 Uhr hingezogen. «Wir errichteten eine Brandwache. Jeweils drei Feuerwehrleute stellten in einem dreistündigen Turnus sicher, dass kein verborgenes Glutnest einen Holzbalken erneut entzündete.»   

Wenn wir einige tausend Liter Wasser pro Minute verbrauchen, kann das im Netz für Schläge sorgen.

Andreas Fritschi

Kommandant Feuerwehr Dübendorf/Wangen-Brüttisellen

Die aufwendigen Löscharbeiten könnten laut Einschätzung von Feuerwehrkommandant Fritschi unmittelbar einen Einfluss auf zwei Wasserrohrbrüche im Gumpisbüel und entlang der Wangenstrasse gehabt haben, zu denen erneut die Dübendorfer Einsatzkräfte am Sonntag während des laufenden Grosseinsatzes gerufen wurden. «Wenn wir einige tausend Liter Wasser pro Minute verbrauchen, kann das im Netz für Schläge sorgen. Diese können zu einem Bruch der Wasserrohre führen.» Bei dem Ereignis sei es jedoch zu keinem weiteren Sachschaden gekommen.

Gefährliches Grillfett

Die Feuerwehr musste am Sonntag noch ein weiteres Mal in Dübendorf nach dem Rechten schauen. Ein Bürger ist erschrocken, weil sein Gasgrill Feuer gefangen hatte. «Der Mann konnte den Brand zwar selbständig löschen, doch er war verunsichert und wollte wissen, ob mit seinem Grill alles in Ordnung ist.» Ein Feuerwehrmann schaute bei dem Mann vorbei und gab grünes Licht für den weiteren Verlauf des Grillabends.

Dass der heimische Grill wegen des angesammelten Grillfetts aus dem Vorjahr Feuer fange, sei nichts Ungewöhnliches. Fritschi spricht in diesem Zusammenhang von «Fettbrand». Für den Feuerwehrkommandanten gilt in einem solchen Fall: im Zweifel für die Sicherheit. «Lieber den Grill überprüfen lassen, als ein Risiko durch ein Gasleck einzugehen.»

Alarmiert wurde die Truppe auch noch wegen Rauch in einem Kellerschacht. «Dort hat Laub gemodert. Könnte wegen einer weggeworfenen Zigarette entfacht worden sein.»

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