Politik

Kampf gegen Littering

In lllnau-Effretikon sollen weniger Zigarettenstummel auf dem Boden landen

Weggeworfene Zigarettenkippen belasten die Umwelt besonders stark. Mit Plakaten und einer Standaktion will die Stadt für das Problem sensibilisieren.

Landet eine Zigarettenkippe über Schachtdeckel im Meteorwasser, kann sie bis zu 1000 Liter Wasser verunreinigen.

Foto: stop2drop

In lllnau-Effretikon sollen weniger Zigarettenstummel auf dem Boden landen

Kampf gegen Littering

Weggeworfene Zigarettenkippen belasten die Umwelt besonders stark. Mit Plakaten und einer Standaktion will die Stadt für das Problem sensibilisieren.

Mit knallgelben Plakaten und dem Slogan «ILEF bliibt suuber» rief Illnau-Effretikon 2023 erstmals zum Kampf gegen Littering auf. Zwei Jahre später setzte man auf einen rund 1,5 Kubikmeter grossen Plexiglaswürfel. Dieser wurde augenfällig und turnusmässig entlang den Hauptstrassen im Gemeindegebiet aufgestellt und laufend mit in der Umgebung gesammeltem Abfall befüllt.

Nun nimmt die Stadt verstärkt das Wegwerfen von Zigarettenkippen ins Visier. Die Stummel seien der am häufigsten achtlos entsorgte Abfall im öffentlichen Raum und landeten regelmässig in Grünflächen, in Schachtdeckeln, auf Spielplätzen, aber auch bei Bushaltestellen oder rund um öffentliche Gebäude auf dem Boden, begründet sie ihr Engagement in einer Mitteilung.

Und sie verweist darauf, dass Zigaretten über 7000 Chemikalien, darunter Schadstoffe wie Nikotin, Blei und Arsen, enthalten. «Bereits ein einziger Stummel kann bis zu 1000 Liter Wasser verunreinigen. Zudem dauert es bis zu 14 Jahre, bis er zu ebenfalls schädlichem Mikroplastik zerfällt.»

Nationales Projekt mit lokaler Umsetzung

Um dem Zigarettenlittering entgegenzuwirken, beteiligt sich Illnau-Effretikon nun an der nationalen Kampagne von stop2drop. Die NGO wurde 2019 von einer Berner Schulklasse initiiert und ist inzwischen als unabhängiger Verein organisiert.

Einen Monat lang sollen die auffälligen Plakate von stop2drop an zentralen Standorten auf die Problematik aufmerksam machen. Ergänzend dazu findet diesen Mittwoch auf dem Märtplatz in Effretikon eine Standaktion statt. Dort will die städtische Soziokultur gemeinsam mit Jugendlichen mit der Bevölkerung ins Gespräch kommen und Informationsmaterial verteilen. Daneben greift die Stadt das Thema auch auf ihren Social-Media-Kanälen auf.

Die Notwendigkeit der Aktion untermauern die Zahlen vom Clean-up-Day 2025: Damals sammelten Freiwillige auf dem Moosburg-Areal in Effretikon innert zweier Stunden rund 6000 Zigarettenstummel ein. In Kyburg waren es im gleichen Zeitraum rund 1000.

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