Politik

Illnau-Effretikon stellt Abfall in Plexiglas-Würfel aus

Illnau-Effretikon zündet die nächste Stufe ihrer Anti-Müll-Kampagne – und setzt auf die Hilfe von Comictieren.

Illnau-Effretikon stellt Abfall in Plexiglas-Würfel aus

Kampf gegen Littering

Die Stadt Illnau-Effretikon zündet die nächste Stufe ihrer Anti-Müll-Kampagne. Dabei setzt sie auf Comictiere und Abstimmungsaschenbecher.

Mit knallgelben Plakaten und dem Slogan «ILEF bliibt suuber» rief Illnau-Effretikon 2023 erstmals gegen Littering auf. Zwei Jahre später setzt die Stadt im Kampf gegen das achtlose Wegwerfen von Abfall auf einen transparenten, rund 1,5 Kubikmeter grossen Plexiglas-Würfel.

Dieser wird im Turnus entlang den Hauptstrassen im Gemeindegebiet aufgestellt und laufend mit dem gesammelten Müll aus der Umgebung befüllt. Aufkleber zeigen den Anstieg des Mülls im Zeitverlauf. Dem Plexiglas-Würfel zur Seite gestellt sind jeweils sieben doppelseitige Plakate mit comicartig gezeichneten Kühen oder Schafen.

«Die Plakate erzählen sozusagen eine Fortsetzungsgeschichte und machen so darauf aufmerksam, dass Tiere keinen Müll fressen wollen», erklärt Reto Loosli, Leiter Entsorgung von Illnau-Effretikon, das Konzept. Es sei angedacht, den Plexiglas-Würfel zum Abschluss auch auf dem Effretiker Märtplatz aufzustellen.

Abstimmungsbox für Zigarettenstummel

Ebenfalls erstmals zum Einsatz kommen sogenannte Ballot Bins, eine Art durchsichtiger Abstimmungsaschenbecher. Diese laden Raucherinnen und Raucher ein, ihre Zigarettenstummel spielerisch zu entsorgen.

«Wie viele Liter Wasser verschmutzt eine Zigi?», heisst es dort beispielsweise. Mit dem entsprechenden Einwurf der Zigarettenkippe entscheidet der Rauchende, ob es seiner Meinung nach 5 oder 50 Liter sind. Zurzeit ist je ein Ballot Bin auf dem Märtplatz und im Moosburgpark installiert.

Man sieht einen Aschenbecher, der aussieht wie eine Abstimmungsurne.
Der Abstimmungsaschenbecher fordert spielerisch dazu auf, Zigaretten korrekt zu entsorgen.

Die Anti-Littering-Kampagne entstand in Zusammenarbeit mit der Dynamite AG. Die Agentur mit Sitz im zugerischen Steinhausen hat ähnliche Aktionen bereits in Dübendorf und Zug durchgeführt.

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