Gesundheit

Kantonale Auswertung

Spital Wetzikon hat die höchsten Fallkosten der Regionalspitäler

Die Fallkosten der Zürcher Spitäler sind im Jahr 2025 im Durchschnitt weiter gesunken. Die Spitäler in Wetzikon und Uster entwickelten sich nicht mit dem Trend.

Spital Wetzikon hat die höchsten Fallkosten der Regionalspitäler

Kantonale Auswertung

Die Fallkosten der Zürcher Spitäler sind im Jahr 2025 im Durchschnitt weiter gesunken. Die Spitäler in Wetzikon und Uster entwickelten sich nicht mit dem Trend.

Insgesamt 221’812 stationäre Patientinnen und Patienten wurden im Jahr 2025 in den Zürcher Spitälern behandelt. Das sind 3,4 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Während die Gesamtkosten ebenfalls stiegen, sanken die Kosten pro Fall im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent, wie die kantonale Gesundheitsdirektion in ihrer jährlichen Auswertung festhält. Sie lagen bei einem durchschnittlich schweren Fall bei 10’770 Franken und damit um 171 Franken tiefer als noch im Vorjahr.

Die Gesundheitsdirektion macht für die Entwicklung die gute Auslastung der Spitäler und die Optimierung der Prozesse verantwortlich. Eine höhere Auslastung ermögliche es, die Fixkosten auf eine grössere Zahl von Fällen zu verteilen und dadurch die Kosten pro Fall zu senken. Gleichzeitig hätten viele Spitäler auf Synergien gesetzt.

Mehr Patienten bedeutet allerdings nicht gleich mehr Personal. Denn diesbezüglich sei die Entwicklung moderat ausgefallen. Es seien deutlich weniger neue Stellen geschaffen worden als noch im Vorjahr.

Fallkosten im Oberland steigen leicht

Nicht mit dem Trend gehen indes die Oberländer Spitäler in Uster und Wetzikon. Beim GZO Spital stiegen die Fallkosten im letzten Jahr von 11’376 auf 11’412 Franken, beim Spital Uster von 10’107 auf 10’136 Franken. Damit verzeichnen beide Spitäler leicht höhere Fallkosten als noch 2024. Die Gesundheitsdirektion beurteilt die Entwicklung allerdings als «weitgehend stabil».

Grafik zu Fallkosten der Spitäler.
Das GZO Spital belegt bei den Regionalspitälern den Spitzenplatz.

Das GZO Spital belegt nicht nur bei den Regionalspitälern den Spitzenplatz, sondern es weist sogar die dritthöchsten Fallkosten aller Spitäler im Kanton auf. Dies hinter dem Kinderspital (14’039 Franken) und dem Universitätsspital Zürich (11’781 Franken). Wobei die Gesundheitsdirektion darauf hinweist, dass die vergleichsweise hohen Kosten beim Kinderspital vorübergehend und zu einem grossen Teil auf den Bezug des Neubaus zurückzuführen seien.

Grafik zu Fallkosten der Spitäler.
Die Zürcher Spitäler konnten die Fallkosten 2025 im Durchschnitt senken.

Obwohl das Spital Uster die Fallkosten nicht weiter senken konnte, ist die Entwicklung in den vergangenen Jahren dennoch bemerkenswert. Noch im Jahr 2020 hatte das Ustermer Spital die höchsten Fallkosten aller verglichenen Zürcher Spitäler. Die Gesundheitsdirektion machte eine Kostensenkung sogar zur Bedingung, damit sie das zwischenzeitlich in finanzielle Schieflage geratene Spital weiterhin auf die Spitalliste setzen würde. Inzwischen bewegt sich das Spital Uster bezüglich Fallkosten stabil in der unteren Hälfte aller Spitäler.

Alterung als Herausforderung

Mit Blick auf kommende Jahre zeigt sich die Gesundheitsdirektion zurückhaltend. Zwar sei das absolute Kostenwachstum geringer ausgefallen, und die durchschnittlichen Fallkosten seien gesunken, allerdings stelle die Alterung der Bevölkerung eine Herausforderung dar. «Sie wird sich zunehmend auf die Spitalversorgung und deren Finanzbedarf auswirken», hält die Gesundheitsdirektion fest.

85 Prozent des Zuwachses von stationären Patientinnen und Patienten im letzten Jahr seien auf Menschen über 60 Jahre zurückzuführen. Gleichzeitig seien die Fallkosten in dieser Altersgruppe deutlich weniger stark zurückgegangen als bei jüngeren Patientinnen und Patienten.

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