Gesundheit

Fallkosten in Zürcher Spitälern steigen mehrheitlich weiter

Die durchschnittlichen Fallkosten in Zürcher Spitälern sind weiter gestiegen. Das Spital Uster konnte jedoch seine Kosten senken.

Fallkosten in Zürcher Spitälern steigen mehrheitlich weiter

Höhere Löhne und Teuerung

Die durchschnittlichen Fallkosten in Zürcher Spitälern sind 2023 weiter gestiegen. Das Spital Uster konnte als eines von vier Spitälern im Kanton seine Kosten senken.

Im vergangenen Jahr sind die durchschnittlichen Fallkosten in den Zürcher Spitälern weiter gestiegen. Ein Fall kostete im Schnitt 11'056 Franken, das sind 3,7 Prozent mehr als 2022. Hauptgründe sind bessere Löhne für das Personal und die Teuerung.

Viele Spitäler mussten die Attraktivität als Arbeitgeber steigern, um überhaupt noch Personal zu finden. Vor allem das Pflegepersonal erhielt höhere Löhne, wie die Gesundheitsdirektion am Donnerstag mitteilte.

Das Suchen und Einarbeiten von temporärem Personal, auf das viele Spitäler dennoch zurückgreifen musste, kostet ebenfalls zusätzlich. Auch Teuerung, etwa bei Energie und Lebensmitteln, liessen die Fallkosten steigen. Weitere Gründe für das Kostenwachstum sind Investitionen in die Infrastruktur und in die Digitalisierung.

Spital Uster konnte Kosten senken

Im Kanton Zürich gab es nur vier Spitäler, die ihre Fallkosten im vergangenen Jahr senken konnten. Als Beispiel nennt die Gesundheitsdirektion das Spital Uster, das seine Fallkosten um 1,1 Prozent reduzieren konnte, von 10'477 auf 10'363 Franken.

Uster war - wie Wetzikon - in finanzielle Schieflage geraten. Als Voraussetzung, um erneut auf die Spitalliste zu kommen, musste das Spital die Kosten senken.

Die Gesundheitsdirektion nenne eine Reihe von Massnahmen, wie das gelingen kann. Wichtig seien etwa effizientere Abläufe, indem sich ein Spital auf bestimmte Fachgebiete mit einer grösseren Zahl von Fällen konzentriert. Eine vollständig digitale Dokumentation könne zudem helfen, die administrativen Tätigkeiten zu reduzieren.

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