Spital Wetzikon vor Thurmed-Einstieg: Bassu verteidigt den Kontrollverlust
Reaktion auf Thurmed-Deal
Der Wetziker Stadtpräsident Pascal Bassu (SP) ist vom Angebot aus dem Thurgau für eine Beteiligung am GZO Spital überzeugt. Er kann aber nicht ausschliessen, dass künftig gewisse Behandlungen ausserhalb des Oberlands stattfinden.
Pascal Bassu, wie geht es Ihnen beim Gedanken, dass mit der Beteiligung durch die Thurmed AG das Spital in Ihrer Stadt schon bald aus dem Kanton Thurgau gesteuert wird?
Grundsätzlich gut. Als Stadtpräsident bin ich daran interessiert, dass wir ein Spital haben, das auch in Zukunft bestehen kann. Dass wir keine Zürcher Lösung gefunden haben, ist ein kleiner Wermutstropfen. Aber unsere Sicht war immer klar: Alleine geht es nicht mehr. Das jetzige Angebot hat gleich mehrere Vorteile. Dazu zählt insbesondere die raschere Fertigstellung des Neubaus durch das vorgesehene Darlehen.
Gegen aussen treten die Gemeinden geeint und überzeugt auf. Trotzdem: Sie werden für die Sanierung 50 Millionen Franken in das Spital einschiessen, geben aber einen Grossteil der Kontrolle über das Spital anschliessend ab. Wie umstritten war dieser Deal unter den Gemeinden?

