Ein umstrittener Wald in Wetzikon schlägt Wurzeln
Gegen Sommerhitze
Aus einer Wiese ist ein junger Wald geworden: Der Wetziker Max Homberger pflanzte vor fünfeinhalb Jahren rund 1000 Bäume auf Landwirtschaftsland – und löste damit eine Debatte über Klimaschutz und geltendes Recht aus.
Vor fünfeinhalb Jahren sorgten Max Homberger und sein Klimawald über Wetzikon hinaus für Diskussionen. Der ehemalige Kantonsrat der Grünen pflanzte auf seiner hektargrossen Landwirtschaftsfläche Baumsetzlinge – als Zeichen gegen den Klimawandel. Sein Ziel: einen Wald schaffen, der mit Hitze und Trockenheit zurechtkommt.
Für die einen war das ein mutiges Zukunftsprojekt, für andere «eine typische Max-Aktion», wie ein früherer Kantonsratskollege damals gegenüber dem «Tages-Anzeiger» sagte.
Das Projekt war umstritten, denn Homberger pflanzte die Bäume ohne vorgängige Bewilligung. In der Folge musste sich die Stadt mit der Frage befassen, ob auf Landwirtschaftsland überhaupt einfach ein neuer Wald entstehen darf.

