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Kampagne zur Mediennutzung

Hier können Eltern ihre Smartphones kindersicher einstellen lassen

Im Rahmen der Kampagne «Go Offline – keine digitalen Medien bis 4» können in Uster Eltern ihre Handys und Tablets von Fachpersonen überprüfen lassen.

Experten geben Tipps und erklären, wie man Mobilgeräte auf verschiedene Arten kindersicher einstellen kann.

Foto: Stadt Uster

Hier können Eltern ihre Smartphones kindersicher einstellen lassen

Kampagne zur Mediennutzung

Am liebsten keine Medien bis ins Alter von vier Jahren, so das Ziel der Kampagne «Go Offline!». Bereits zum zweiten Mal zeigen Experten in Uster, wie Eltern das am besten angehen.

Mit der Aktion «Digital, aber sicher» unterstützt die Stadt Uster Eltern und Bezugspersonen von kleinen Kindern im pädagogisch reflektierten Umgang mit digitalen Medien im Erziehungsalltag. Am 15. Mai haben Eltern bereits zum zweiten Mal die Möglichkeit, im Einkaufszentrum Illuster die Smartphones und Tablets der Familien von Fachpersonen kindersicher einstellen zu lassen.

«Wir hoffen, dass dieses Mal etwas mehr Leute kommen», sagt Jana Dubach, die das Projekt in Uster umsetzt. Bei der Durchführung im April sei es nur eine Mutter gewesen, die das Angebot gezielt in Anspruch nehmen wollte. «Aber wir haben viel Laufkundschaft mit kleinen Kindern angesprochen, und viele haben sich sehr offen für das Thema gezeigt und ihre Geräte einstellen lassen.»

Dabei sei es auch zu nachdenklichen Situationen gekommen, erzählt Andrea Faeh, die für die regionale Kampagne «Go Offline – keine digitalen Medien bis 4» zuständig ist. «Eine Mutter meinte, das Handy ihres dreijährigen Kinds habe gerade kein Akku mehr, darum haben wir an ihrem Gerät demonstriert, was für Sicherheitseinstellungen gemacht werden können.» Dass bereits Dreijährige eigene Handys haben, stimmt Faeh nachdenklich. «Aber auch mit dieser Mutter ist ein gutes Gespräch entstanden.»

Spuren im Unterbewusstsein

Genau um das gehe es: Aufmerksamkeit für das Thema Mediennutzung von Kleinkindern zu generieren. Dafür waren Jana Dubach und Andrea Faeh auch schon ein paar Mal im Stadtpark unterwegs – unter anderem mit Schulpräsidentin Patricia Bernet (SP) –, um Eltern anzusprechen. «Wenn die Eltern auf ‹Go Offline!› an verschiedenen Orten aufmerksam werden – sei es in der Kita, in der Schule, im Wartezimmer beim Arzt oder im Park –, desto eher setzen sie sich einmal vertieft damit auseinander, weil das Thema immer wieder irgendwo aufploppt», sagt Faeh. So liegen die Flyer unter anderem auch im Stadthaus oder in der Bibliothek auf.

Bei der Lancierung im letzten Jahr musste die Kampagne auch Kritik einstecken – sie vermittle vor allem Scham- und Schuldgefühle bei den Eltern, was nicht zu einer konstruktiven Änderung des Verhaltens führen würde, wie Medien berichteten. Nun aber seien die positiven Rückmeldungen von Eltern klar in der Überzahl. «Viele sagen, die Kampagne habe dazu bewogen, das Thema zu Hause am Küchentisch überhaupt einmal zu besprechen», sagt Faeh. «Das ist genau der gewünschte Effekt.»

Nicht nur in Uster ist man sich der Problematik bewusst. «Mittlerweile sind mehr als 20 Gemeinden und drei Kantone, die mit uns zusammenarbeiten und bald ihre eigenen ‹Go Offline!›-Kampagnen starten», sagt Andrea Faeh. «Zudem sind wir daran, ein viertes Video zu produzieren und die Website weiter auszubauen, auch in anderen Sprachen.»

Auf der Website www.go-offline-4.ch finden Eltern unter anderem Empfehlungen für den alltäglichen Umgang mit Medien, Hinweise zu empfohlenen Apps für Kleinkinder und auch Anleitungen, um Geräte kindersicher einzustellen.

Termine für Eltern, um Smartphones und Tablets kindersicher einzustellen – das Angebot ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig:

15. Mai, 14 bis 16 Uhr, im Illuster

28. Mai, 14 bis 16 Uhr, im Stadtpark

10. Oktober, 14 bis 16 Uhr, im Illuster

20. November, 14 bis 16 Uhr, im Illuster

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