Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Gesellschaft

Schutz vor Spaziergängern

Mehr Ruhe für den Aabach – Zaun soll Flora und Fauna vor Störenfrieden schützen

Am Mönchaltorfer Aabach wird entlang des Spazierwegs zum Aaspitz ein neuer Holzzaun errichtet. Damit wollen die Behörden verhindern, dass Spaziergänger weiterhin über Trampelpfade in die geschützte Naturschutzzone gelangen.

Dieser Teil des Aabachs gilt als ökologisch besonders wertvoll: die Aaspitz.

Bild: Stephan Kälin

Mehr Ruhe für den Aabach – Zaun soll Flora und Fauna vor Störenfrieden schützen

Am Mönchaltorfer Aabach wird entlang des Spazierwegs zum Aaspitz ein neuer Holzzaun errichtet. Damit wollen die Behörden verhindern, dass Spaziergänger weiterhin über Trampelpfade in die geschützte Naturschutzzone gelangen.

Seit Mittwoch lässt das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) den bestehenden Holzzaun beim Abzweiger Aaspitz/Badi Egg bis zum Aaspitz verlängern. Die Massnahme soll das Betretungsverbot entlang des sensiblen Bachabschnitts besser durchsetzen und Flora sowie Fauna schützen. Dies gab die Gemeinde am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt.

Der Abschnitt des Mönchaltorfer Aabachs kurz vor der Mündung in den Greifensee gehört zur Naturschutzzone 1 und darf weder von Menschen noch von Haustieren betreten werden. Trotzdem sind in den vergangenen Jahren immer wieder Trampelpfade entstanden – teils absichtlich, teils aus Unwissenheit.

Dabei gilt das Gebiet als ökologisch besonders wertvoll. Der Bachlauf dient verschiedenen Wasservögeln als Brutplatz und ist Jagdgebiet für Eisvögel und Wasserfledermäuse. Zudem lebt dort eine Biberfamilie. Auch zahlreiche Fischarten nutzen den Aabach als Reproduktionsgebiet, während die Uferzonen vielen Insektenarten geeignete Lebensräume bieten.

Isotton Walter (Uster): Sonnende Ente auf einem Baum am Aaspitz, Mönchaltorf
Die Aaspitz ist Lebensraum für viele Tiere.

Vor allem während des Vogelzugs und im Winter sind seltene Gastvögel auf störungsfreie Rückzugsorte angewiesen. Bereits kleine Störungen könnten laut den Behörden dazu führen, dass Tiere unnötig Energie verlieren – etwa durch Fluchtreaktionen bei der Nahrungssuche oder während der Jungenaufzucht.

Bislang wurden die unerlaubten Zugänge mit Asthaufen versperrt. Diese hätten sich jedoch langfristig als wenig wirksam erwiesen. Mit dem neuen Zaun soll der Schutz des sensiblen Ökosystems nun konsequenter umgesetzt werden.

Beobachten lässt sich die Tierwelt am Aabach weiterhin vom offiziellen Spazierweg aus. Zusätzliche Einblicke bieten der Beobachtungsturm und die Fussgängerbrücke beim Greifensee.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns