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Neue Plattform gibt Einblick in Natur

Aus einheimischem Lärchenholz: In Mönchaltorf gibt es einen neuen Beobachtungspunkt.

Die neu erstellte Beobachtungsplattform beim Altarm des Mönchaltorfer Aabachs gibt einen Aus- und Einblick in die Natur beim Greifensee. 

Foto: PD

Neue Plattform gibt Einblick in Natur

Am Mönchaltorfer Aabach

In Mönchaltorf lädt neu eine Plattform beim Altlauf des Aabachs zum Beobachten der Natur ein. Sie wurde im Zusammenhang mit der Aufwertung des Altlaufs «Knopflischlinge» erstellt.

Seit rund einer Woche ist die neue Beobachtungsplattform, die am Aabach auf halbem Weg zwischen Mönchaltorf und der Naturstation Silberweide beim Seehof liegt, begehbar und kann durch Besucherinnen und Besucher genutzt werden.

Sie ist aus einheimischer Lärche gefertigt und steht auf einer Unterkonstruktion aus Schweizer Eichenholz. Die Abschlussarbeiten in Form von Bepflanzungsarbeiten erfolgen in den nächsten Wochen, heisst es in einer Medienmitteilung der Gemeinde Mönchaltorf.

Vom Kanton und Gemeinde Mönchaltorf finanziert

Die Plattform ist Teil des Regenerationsprojektes Knopflischlinge, welches unter der Federführung der kantonalen Fachstelle Naturschutz realisiert wurde.  «Die Gemeinde Mönchaltorf hat sich an der Erstellung der Plattform, die rund 58 000 Franken kostete, zur Hälfte beteiligt», sagt Hanspeter Tschanz, kantonaler Gebietsbetreuer des Greifenseeschutzgebiets.

Eine Gruppe von Leuten steht auf einem neuen Holzsteg.
Am 16. Januar wurde die Besucherplattform von den an der Aufwertung beteiligten Organisationen und Stellen eingeweiht.

Die neue Plattform entstand nicht zuletzt auch dank der angenommenen Initiative «Schutz der Artenvielfalt– Rettet die Bienen», welche die Mönchaltofer Stimmberechtigten 2019 an der Gemeindeversammlung angenommen hatten und Gelder für den Schutz und die Förderung der Biodiversität beinhaltete.

«Fenster zur Natur»

Mit der Plattform, die unmittelbar beim Seehof liegt, soll eine punktuelle Verbesserung der Zugänglichkeit und Einsicht für Erholungssuchende erreicht werden. Dies auch im Sinne des generellen regionalen Ziels, die landschaftliche Aufwertung als Naherholungsraum nutzen zu können.

Die Plattform nimmt in ihrer Form und Struktur Bezug zum umgebenden Wald und sei­ner Vegetation: Ihre leicht spiralförmige Bauart ist an die Austriebe des Wurmfarns angelehnt. Das Geländer mit den schräg angeordneten Staketen erinnert an die Äste der Bäume und Sträucher der Umgebung.  Sie schafft ein «Fenster zur Natur» und ermöglicht so einen Einblick in den «Lebensraum Altlauf».

Ein Holzsteg aus der Nähe.
Der Steg ist aus einheimischem Lärchenholz gefertigt worden.

Die Projektverantwortlichen hoffen, dass die Bevölkerung in Zukunft an diesem Standort spannende Entdeckungen machen kann und die Aufwertung des Gewässers und seiner Umgebung zu einer grösseren Artenvielfalt führt.

Lebensraum für Tiere und Pflanzen

Die sogenannte Knopflischlinge in Mönchaltorf ist der einzige noch erhaltene Altarm des Aabachs Mönchaltorf. Das Stillgewässer war durch Falllaub und Holz stark verlandet. Im Dezember 2022 wurden erste Boden- und Wasserproben genommen.

«Die Wasserproben zeigten, dass nur noch spärlich Wasserlebewesen vorhanden waren», sagt Hanspeter Tschanz, der für den Kanton als Gebietsbetreuer für das Greifenseeschutzgebiet zuständig ist. Mit der im Herbst 2023 durchgeführten Teilregeneration soll erreicht werden, dass der Altlauf wieder einen Lebensraum für Amphibien, wirbellose Wasserlebewesen, aber auch für Wasserpflanzen bietet.

Offene Wasserfläche geschaffen

So wurde beim Altarm Falllaub und Schlamm bis zum festen Grund entfernt und eine offene Wasserfläche geschaffen. Zudem wurde der Wald leicht durchforstet, um standortgerechte Gehölze zu fördern und mehr Lichteinfall auf die Wasseroberfläche zu ermöglichen.

Die neue Beobachtungsplattform soll es der Bevölkerung nun ermöglichen, die Tier- und Pflanzenwelt am neu regenerierten Altlauf im Wandel der Jahreszeiten miterleben zu können.

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