Der Rohbau des Millionenprojekts beim Eselriet in Effretikon steht
Aufrichtfeier
Das Feuerwehr- und Werkgebäude in Illnau-Effretikon steht in seinen Grundmauern. Ein Grund zu feiern, denn das Konzept wird damit immer mehr zu einem funktionstüchtigen Gebäude.
Zwischen Betonmauern und unter einem grossflächigen Dach aus einheimischem Holz stehen Festbänke und Tische. Weisswein wird fleissig ausgeschenkt, aus Eiskübeln klaubt sich mancher eine Flasche Bier. Es ist die Aufrichtfeier des neuen Feuerwehr- und Werkgebäudes in Illnau-Effretikon. Das 39-Millionen-Projekt erstreckt sich mit einer Breite von 41 Metern und einer Länge von 115 Metern auf dem Gebiet Eselriet. Der Rohbau steht, und das gibt am Donnerstagabend Grund zu feiern.
Dass es jemals dazu kommen würde, war keineswegs sicher. Bereits 2012 genehmigte der Stadtrat einen Projektauftrag für einen Neubau. Das ehemalige Feuerwehrgebäude an der Grendelbachstrasse war unter anderem sanierungsbedürftig und liess von der Infrastruktur zu wünschen übrig. Es gab beispielsweise keine Frauengarderobe, ausserdem musste die Feuerwehr durch ein Wohnquartier ausrücken. Zudem wollte der Stadtrat städtische Dienste, wie etwa den Werkhof, zentralisieren. Man sprach schon damals von einer Mehrzweckhalle.
Es folgten Bedarfsabklärungen, Standortprüfungen und eine Machbarkeitsstudie. Verzögerungen ergaben sich vor allem aus dem aufwendigen Einzonungsverfahren, da das Grundstück zunächst in der Reservezone lag, sowie aus der rechtlichen Verknüpfung von Landkauf und Umzonung. Zusätzlich gab es politische Einwände: Parlamentarier stellten wiederholt Fragen zum Landpreis, zur Notwendigkeit einer Zentralisierung, zu Alternativstandorten und zu den finanziellen Risiken des Projekts.
