Entlastung für Grüningen: Calatrava-Brücke wird konkreter
Es ist ein Balanceakt zwischen technischer Innovation und kulturellem Erbe. Die Umfahrung für das Stedtli steckt nach wie vor in den Kinderschuhen. Nun ist es der Realisierung aber immerhin einen Schritt näher gekommen.
Darin, was Geduld in Sachen Verkehrsplanung betrifft, ist das schöne Städtchen Grüningen inzwischen ziemlich erprobt. Auch hinsichtlich der Verkehrsbelastung ist man im Zentrum gestählt: 5500 Fahrzeuge passieren den Ortskern täglich. Dabei sind die Gassen einst für Kutschen gebaut worden.
Nun könnte es mit der geplanten Umfahrungsstrasse samt Brücke über das Aabachtobel jedoch endlich vorangehen. Zumindest hat die kantonale Baudirektion zu Beginn der Woche die öffentliche Auflage des nötigen Vorprojekts bekannt gegeben.
Sofern das Projekt alle politischen Hürden nimmt und keine Rekurse eingehen, sollte der Verkehr in und um Grüningen schon 2032 über die neue Umfahrung rollen können. Ab dann wäre das Stedtli grösstenteils autofrei. Zudem dürfte das Freiraumkonzept der Gemeinde zur Aufwertung des gewonnenen Raums dem historischen Kern zu mehr Aufenthaltsqualität verhelfen.

