Gesellschaft

Nächste Phase

Neue Bohrungen für die Oberlandautobahn starten im März

Bei der Planung der Oberlandautobahn zwischen Uster und Hinwil stehen ab März neue Probebohrungen in Seegräben und Wetzikon an. Sie sollen klären, ob eine lange Tunnelvariante möglich ist.

Neue Bohrungen sollen Aufschluss geben, ob die Lückenschliessung der Oberlandautobahn über die Variante «Tunnel tief lang» umgesetzt werden kann. (Archivbild)

Foto: Simon Grässle

Neue Bohrungen für die Oberlandautobahn starten im März

Bei der Planung der Oberlandautobahn zwischen Uster und Hinwil stehen ab März neue Probebohrungen in Seegräben und Wetzikon an. Sie sollen klären, ob eine lange Tunnelvariante möglich ist.

Die Planung zur Schliessung der Lücke der Oberlandautobahn (A15) zwischen Uster und Hinwil geht in die nächste Phase. Ab März 2026 führt der Bund eine weitere Bohrkampagne durch, um die geologischen Grundlagen für die mögliche Linienführung der Autobahn zu klären.

Ziel ist es, zusätzliche Daten zu den Untergrund- und Grundwasserverhältnissen im Abschnitt zwischen dem Anschluss Uster Ost und Wetzikon zu sammeln, wie das Bundesamt für Strassen in seiner Mitteilung schreibt.

Die einzelnen Bohrungen dauern jeweils ein bis zwei Wochen, die gesamte Kampagne soll voraussichtlich bis Ende Juni 2026 dauern.

Grundwasser und Gestein im Fokus

Mit den Bohrungen will der Bund insbesondere prüfen, ob die sogenannte «Tunnelvariante tief lang» vom Autobahnanschluss Uster Ost bis Hinwil aus geologischer Sicht machbar ist. Die Bohrlöcher erreichen dabei Tiefen von rund 50 bis 90 Metern.

Ein Schwerpunkt der Untersuchungen liegt auf dem Grundwasser im Aathal-Schotter in den Gemeinden Seegräben und Wetzikon. Dabei werden unter anderem die Höhe des Grundwasserspiegels sowie die seitliche Ausdehnung des Grundwasserleiters untersucht. Zusätzlich werden neue Grundwasser-Messstellen installiert, um die jahreszeitlichen Schwankungen langfristig zu erfassen.

Weiter sollen die Bohrungen genauere Informationen zur Felsoberfläche sowie zu den geologischen Eigenschaften der Gesteinsschichten im möglichen Tunnelbereich liefern.

Arbeiten bis in den Sommer

Die Bohrstellen befinden sich laut Bund hauptsächlich auf Flurwegen, um landwirtschaftliche Flächen zu schonen. Die Arbeiten finden werktags zwischen 7 und 12 Uhr sowie zwischen 13 und 18 Uhr statt. Lokal kann es zu kleineren Verkehrseinschränkungen kommen.

Eine Bohrung beim Schulhaus Seegräben wird während der Frühlingsferien durchgeführt, um den Schulbetrieb nicht zu stören.

Die Ergebnisse der Bohrkampagne bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Planung der Oberlandautobahn. Der Bund plant, die sogenannte Bestvariante für die Linienführung bis Ende 2026 festzulegen.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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