Überschallknall von Kampfjet war bis ins Oberland zu hören
F/A-18 im Einsatz
Am Mittwochmorgen wurde die Region durch einen Doppelknall aufgeschreckt. Wie sich im Nachhinein herausstellte, war der Verursacher ein Militärkampfjet.
Gegen 10 Uhr am Mittwochmorgen war im Oberland ein lauter Doppelknall zu vernehmen. Manche Fensterscheiben haben kurzzeitig gezittert. In den sozialen Medien war in diversen Kommentaren zu lesen, dass die Knalle im ganzen Oberland zu hören waren. Da es vor zwei Wochen zu einer heftigen Explosion in Illnau kam, wurde teils gefragt, ob sich wieder ein Unglück ereignet habe.
Doch es gibt Entwarnung. Wie die Schweizer Armee auf Anfrage erklärt, kam es in der Innerschweiz zu einem sogenannten Überschallknall. Dieser entstand durch einen Militärkampfjet, der schneller als die Schallgeschwindigkeit unterwegs war.
Den Einsatz des F/A-18-Jets begründete die Armee mit einer stichprobenartigen «Verkehrskontrolle» eines ausländischen Staatsflugzeugs. Kontrolliert wurde ein Flugzeug, das über eine «Diplomatic Clearance» verfügte – eine spezielle Bewilligung für Flüge, die im Auftrag ausländischer Staaten über Schweizer Gebiet erfolgen. Dabei kann es sich beispielsweise um den Transport von fremden Staatsoberhäuptern oder hohem Staatspersonal handeln, Polizei- oder Zolleinsätze sowie militärische Flüge.
Besagter Militärkampfjet führte am Mittwochmorgen eine routinemässige Kontrolle des ausländischen Staatsflugzeugs durch. Die konkrete Flugroute des Jets gibt die Armee jedoch nicht preis. Jedenfalls startete er, stieg auf und näherte sich dem Flugzeug an, um es zu identifizieren und abzuklären, ob es sich auch um die angemeldete Maschine handelt. In diesem Fall wurde eine italienische Staatsmaschine überprüft, wie die Armee auf Anfrage bestätigt.