Die Solarstrategie in Wila wird neu aufgerollt
Die Gemeinde Wila ist ihrer Vision, Solarpionierin im Tösstal zu werden, einen Schritt näher gekommen. An einem Workshop konnten sich die Einwohnerinnen und Einwohner aktiv einbringen.
Die Gemeinde Wila hat ein klar definiertes Ziel: Strom dort produzieren und verkaufen, wo er entsteht. So, wie das in Weisslingen bereits umgesetzt wird. Seit Anfang dieses Jahrs sind solche lokalen Energiegemeinschaften (LEG) möglich.
Am Samstag lud der Gemeinderat zum Workshop «Wila-Strom» ein. Im Zentrum der Veranstaltung standen die Themen Photovoltaik (PV), lokale Energiegemeinschaften sowie Batteriespeicher. Ziel war laut Gemeindepräsident Simon Mösch (Die Mitte), gemeinsam mit der Bevölkerung Grundlagen und Vorschläge für eine zukünftige Solarstrategie der Gemeinde zu erarbeiten.
Rund 50 Einwohnerinnen und Einwohner nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren, Fragen zu stellen und eigene Ideen einzubringen. In mehreren Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmenden engagiert und konstruktiv über mögliche Massnahmen zur Förderung von Photovoltaikanlagen, zur Zusammenarbeit in lokalen Energiegemeinschaften sowie zur langfristigen Ausrichtung der kommunalen Energiepolitik.
Zahlreiche Beiträge betrafen konkrete Unterstützungsmöglichkeiten für Hauseigentümer, die verstärkte Nutzung von lokal produziertem Strom sowie den Einsatz von Batteriespeichern zur Zwischenspeicherung überschüssiger Solarenergie. Dabei wurde die Bedeutung transparenter Information und eines regelmässigen Austauschs zwischen Bevölkerung und Gemeinde betont.
Partizipative Projekte und Veranstaltungen dieser Art wurden von den Teilnehmenden sehr begrüsst. In entspannter Atmosphäre klang der Workshop bei weiteren Gesprächen und einem gemeinsamen Pizzaessen aus.
Nächster Schritt: Arbeitsgruppe
Zur Weiterverfolgung der erarbeiteten Ideen wird eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Diese setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Bevölkerung, des Gemeinderats sowie der Firma Nova Energie zusammen. Ziel ist es, die Vorschläge zu prüfen, zu priorisieren und konkrete nächste Schritte für die Umsetzung zu definieren. Spätestens im Sommer wird die Bevölkerung dann über die geplante Umsetzungsphase orientiert.
Das Thema Solarenergie beschäftigt die Gemeinde schon länger. Im Dezember 2024 setzte der Gemeinderat noch auf die Zusammenarbeit mit der Firma Inpowers, die das Projekt in Weisslingen umgesetzt hatte. «Technische und finanzielle Risiken» veranlassten die Gemeinde Wila, die Zusammenarbeit zu sistieren und das Projekt neu aufzurollen, wie Simon Mösch aufklärte.
«Diese erste Phase resultierte eher in einer Bestandesaufnahme», sagte der Gemeindepräsident. Im aktuellen zweiten Anlauf wird auf Partizipation gesetzt. Zudem liege der Fokus stärker auf den einzelnen Haushalten. «Die beiden Projekte sind nicht eins zu eins vergleichbar, sie bauen aber aufeinander auf.»
Die Gemeinde Wila freut sich über die aktive Beteiligung und die Anregungen. Sie wird die Einwohner laufend über das weitere Vorgehen informieren. Interessierte können sich in einen E-Mail-Verteiler aufnehmen lassen, um vertiefte Informationen zum Projekt «Wila-Strom» zu erhalten: info@wila.ch.
