Uster will die als Hexe hingerichtete Elsbetha Bünzli rehabilitieren
Mahnmal auf altem Friedhof
Vor 370 Jahren wurde die Nossikerin Elsbetha Bünzli in Zürich enthauptet und verbrannt. Nun soll sie nach Uster «heimgeholt» und ihrer erinnert werden.
Der Fall der am 6. August 1656 auf einer Kiesbank in der Sihl in Zürich hingerichteten Elsbetha Bünzli gehört zu den am besten dokumentierten Hexenverfolgungen im Kanton Zürich. Und er ist wohl gleichzeitig einer der brutalsten. Während des 37 Tage langen Prozesses wird sie 7-mal verhört und 15-mal aufs Schwerste gefoltert.
Die Nossikerin aus prekären Verhältnissen war aufgrund ihres Lebensstils ins Visier der Bevölkerung geraten. Ehebruch und Blutschande wurden ihr angelastet. Auch ein schweres Unwetter, das 1655 zum Einsturz des Ustermer Kirchturms geführt hatte, wurde ihr zur Last gelegt. Und nach damaligem Recht als schwerster Vorwurf die Teufelsbuhlschaft, also den Geschlechtsverkehr mit dem Teufel.

