Abo

Gesellschaft

Verschwundene Oberländer Bahnen

Als das Tram quer durchs Oberland fuhr

Ein Damm im Irgendwo, einige Bahnwagen und ein paar Stationsgebäude, das ist alles, was von der einstigen Wetzikon-Meilen-Bahn geblieben ist. Rückblick auf die Zeit, als das Oberland im Bahnfieber war.

Als das Tram quer durchs Oberland fuhr

Verschwundene Oberländer Bahnen

Über eine halbe Million Passagiere sind in den Spitzenjahren mit 25 Stundenkilometern zwischen Wetzikon-Kempten und Meilen mit der Strassenbahn unterwegs gewesen. Geblieben sind bis heute nur einige Stationsgebäude.  

Nur zwei Jahre nachdem mit der Uerikon-Bauma-Bahn (UeBB) eine erste Querverbindung durchs Oberland eröffnet worden war, wurde am 3. Oktober 1903 mit der Wetzikon-Meilen-Bahn eine zweite Strecke hinunter an den Zürichsee eingeweiht. Hinter dieser stand eine im Jahr 1900 gegründete gleichnamige Bahngesellschaft. Gerechnet wurde mit Aufwendungen von 1,95 Millionen Franken. Für die UeBB waren noch Baukosten von 2,4 Millionen Franken veranschlagt worden.

Dick rot eingezeichnet ist auf einer Karte der Streckenverlauf der Wetzikon-Meilen-Bahn in seiner längsten Ausdehnung vom «Ochsen» in Kempten bis zur Schiffsstation Meilen.
Dick rot eingezeichnet ist der Streckenverlauf der Wetzikon-Meilen-Bahn in seiner längsten Ausdehnung vom «Ochsen» in Kempten bis zur Schiffsstation Meilen. Südwestlich ist grau ein Teil der Uerikon-Bauma-Bahn sowie nach Norden ein Teil der Uster-Oetwil-Bahn zu sehen.

Wetzikon war endlich zu seiner zweiten Streckenanbindung gekommen, und Gossau und Grüningen erhielten Bahnhöfe. Doch im Unterschied zur von Adolf Guyer-Zeller initiierten Verbindung vom Tösstal an den Zürichsee hinunter wurde die neue Bahn bescheidener ausgelegt.   

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.