Eine Strassensanierung legt Gossau lahm
Jahresrückblick 2025: Januar/Februar
Lautes Feuerwerk, ein Spital in Finanznöten, neue Deponiepläne, Unfälle, die Gastroszene oder Platz für SBB-Serviceanlagen: Das zu Ende gehende Jahr 2025 hat in der Region viel zu reden gegeben. Heute der erste Teil des Rückblicks.
Das alte Landihaus in Illnau bleibt stehen

7. Januar: Das Bundesgericht hat entschieden: Das alte Landihaus in Illnau darf nicht für einen neuen Dorfplatz abgerissen werden. Bürgerliche Parteien reichten 2020 eine Initiative ein, um das Gebäude an der Usterstrasse 23 abzureissen. Stattdessen sollte ein neues, grösseres Dorfzentrum entstehen. Die Bevölkerung stand hinter der Idee und hat die Initiative angenommen. Doch das Gebäude wurde nicht aus dem kommunalen Schutzinventar entlassen. Um die Sache ein für alle Mal zu klären, zog der Stadtrat vor Bundesgericht. Ohne Erfolg.
Der älteste Schweizer ist gestorben – er lebte in Uster

9. Januar: Albert Honegger war der älteste Mann in der Schweiz. 107 Jahre alt wäre er geworden. Nun ist der ehemalige Geschäftsführer der Ryffel Transporte AG drei Tage vor seinem Geburtstag verstorben.
Gossauer Papeterie schliesst – wegen grosser Strassensanierung

13. Januar: Die Ladenbesitzer an der Grütstrasse machen sich Sorgen. Der Start der 22 Monate andauernden Sanierung der Hauptstrasse durchs Dorf bedeutet das Ende für die Papeterie in Gossau. Nach über 32 Jahren schliesst das Geschäft, weil der Zugang zur Papeterie nicht mehr gewährleistet ist. Da der Schleichverkehr über die Haldenstrasse stark zunimmt, kappt der Gemeinderat diese Verbindung ab dem 26. Mai für Auswärtige – und erhält dafür viel Kritik, aber auch Unterstützung.
Aus für die WR Weberei Russikon – die letzte im Kanton

14. Januar: In der WR Weberei Russikon AG herrscht Endzeitstimmung. Der Markt für ihre Stoffe in Afrika ist stark eingebrochen. 55 Mitarbeitende verlieren auf Ende März ihre Stelle. Die Maschinen werden aus der alten Liegenschaft geräumt.
Projekt «Depotareal Bauma 2020» ist einen Schritt weiter
27. Januar: Der Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland will am Bahnhof Bauma ein Mekka für Eisenbahnfans erschaffen. Das Projekt ist aufwendig – planerisch und preislich. Nun liegt das Vorhaben öffentlich auf.
Fusion von Wildberg mit Pfäffikon nimmt erste Hürde

9. Februar: Der Souverän von Wildberg sagt in einem ersten Schritt Ja zur grossen Nachbarin Pfäffikon. Er unterstützt die Pläne für einen Zusammenschluss. Bei einer Stimmbeteiligung von über 65 Prozent resultiert ein Ja-Anteil von 78,3 Prozent.
In Dürnten ist Schluss mit Feuerwerk

9. Februar: Obwohl sich die Bevölkerung im Dezember 2024 an der Gemeindeversammlung für ein Feuerwerksverbot auf Dürntner Gemeindegebiet ausgesprochen hat, kommt es zu einer Urnenabstimmung. Mit 62 Prozent befürwortete die Bevölkerung das Verbot – und setzt damit eine «Lawine» in Gang.
Fällanden sagt Nein zum Alterszentrum als AG
9. Februar: Der Fällander Gemeinderat erleidet mit seinen Plänen einer Sunnetal AG an der Urne Schiffbruch. Er wollte das Alterszentrum als Aktiengesellschaft (AG) organisieren. Doch die Stimmbevölkerung will nichts davon wissen und lehnt diese Pläne mit 60,5 Prozent Nein-Stimmen deutlich ab.
Wila will keine Verhandlungen für gemeinsame Schule mit Turbenthal

9. Februar: Die Idee einer Kreisschule passt nicht in die Pläne des Wilemer Souveräns. Er hat die Initiative von Marianne Kleber abgelehnt. Zuspruch gibt es nur von Turbenthalern. 61,4 respektive 60,2 Prozent beträgt der Nein-Anteil der Primar- und Sekundarschulgemeinde in Wila.
Villa am Aabach wir neues Daheim für Ustermer Familienzentrum

12. Februar: Das Familienzentrum zieht in die ehrwürdige Villa am Aabach in Uster. Damit findet ein jahrelanges politisches Hickhack um die schön gelegene Liegenschaft ein Ende. Das 1931 erbaute Fabrikanten-Wohnhaus, mitten in einem Park zwischen der Dorfbadi und der Brauerei Uster gelegen, findet damit nach einem Dasein als Kunstgalerie und Eventlocation eine neue Bestimmung.
Veloweg zwischen Hinwil und Ettenhausen kommt nicht ins Rollen

26. Februar: Der umstrittene geplante Radweg zwischen Hinwil und Ettenhausen wird vorerst nicht realisiert. Wegen der angespannten Finanzlage hat der Kanton das Projekt sistiert. Der Kanton hatte einiges vor: Die Kantonsstrasse sollte in diesem Abschnitt saniert werden, zwei neue Lichtsignalanlagen an den Kreuzungen Kemptnerstrasse und Erlosenstrasse sollten installiert und ein separater Radweg gebaut werden. Kostenpunkt: rund 12,8 Millionen Franken.
Die «Maurmer Post» wird zur reinen Gemeindepublikation
27. Februar: Kritischer Journalismus hat in der Gemeindezeitung von Maur bald keinen Platz mehr. Für den Gemeinderat ist das der einzig gangbare Weg, um die «Maurmer Post» in den Händen der Gemeinde zu halten. In den vergangenen zwei Jahren hatte das Lokalblatt immer wieder für Schlagzeilen gesorgt: eine gescheiterte Privatisierung, Querelen rund um den Abgang des ehemaligen Chefredaktors ad interim oder die Krise nach einem Artikel über ein mutmassliches Tötungsdelikt in der Gemeinde. Die Zukunft der «Maurmer Post» sieht der Gemeinderat als klassische Gemeindepublikation mit Forumscharakter. Meinungsbildende Beiträge zu politischen Themen haben aber keinen Platz mehr. Im Juli gibt der Gemeinderat die Aufsicht über das Blatt an eine Kommission ab.
