Kalte Füsse, himmlische Klänge und Hunderte Russenzöpfe
Was am Ustertag wirklich bewegte
Selbstverständlich stehen an einer Ustertag-Feier die Reden im Mittelpunkt. Doch unter den Besuchern hat noch anderes zu reden gegeben.
Dieses Jahr hat der traditionelle Ustertag wieder einmal zu klimatischen Bedingungen stattgefunden, die – mindestens früher – der Jahreszeit auch angemessen waren. Es lag ein Hauch von Schnee, und es war kalt. Offenbar hat sich die Bevölkerung längst an die mittlerweile in einem November herrschenden Temperaturen akklimatisiert und weiss nicht mehr, wie mit wenigen Minusgraden umzugehen. So empfingen die Besucher die Redner nicht vor der Kirche, sondern hatten schon mal drinnen Platz genommen.
Auf die üblichen Salutschüsse bei der Kirche wollte die Compagnie 1861 nach der Feier nicht verzichten, zumal neben dem Hauptredner, dem Astrophysiker Thomas Zurbuchen, auch die Armeeführung mit Divisionär Rolf Siegenthaler prominent vertreten war. Nach dem Marsch zur Landihalle kapitulierte die Truppe allerdings vor der Kälte, verzichtete auf weitere Salven und suchte Zuflucht im Innern.
Wer dort allerdings beim Apéro wirklich etwas mehr Wärme erwartet hätte, kennt die Landihalle nicht. Deren Bauweise mag zwar vor Wind schützen, gegen Kälte hat sie aber nichts auszurichten. So klammerten sich die Ustertag-Besucher mit kalten Füssen an die eiskalten Weissweingläser.

