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Tag der Kinderrechte

Die Schulen im Oberland klären die Kinder über ihre Rechte auf

Im Rahmen eines Aktionstags richtet das Amt für Jugend und Berufsberatung mit den Schulen den Fokus auf die Kinderrechte. Die Kinder und Eltern erhalten dafür eigens konzipierte Broschüren.

Welche Rechte hat ein Kind? Schon bald werden die Kinder in der Region über zwei ihrer Rechte aufgeklärt. (Archiv)

Foto: Jan Gubser

Die Schulen im Oberland klären die Kinder über ihre Rechte auf

Tag der Kinderrechte

Im Rahmen eines Aktionstags richtet das Amt für Jugend und Berufsberatung mit den Schulen den Fokus auf die Kinderrechte. Die Kinder und Eltern erhalten dafür eigens konzipierte Broschüren.

Das Recht auf Zugang zu Informationen und das Recht auf Schutz vor Gewalt: Auf diese zwei Kinderrechte macht das Amt für Jugend und Berufsberatung (AJB) der Bezirke Hinwil, Pfäffikon, Uster und Meilen am 20. November aufmerksam.

Zeitlich auf den Internationalen Tag der Kinderrechte abgestimmt, erhalten die Schülerinnen und Schüler ein kleines Taschenbuch. «Es vermittelt ihnen auf anschauliche Weise ihre Rechte und lädt sie ein, darüber zu sprechen und nachzudenken», schreibt das AJB in einer Medienmitteilung.

Zudem erhalten die Kinder für ihre Eltern einen Flyer, der die Kinderrechte aufgreift und den Austausch in der Familie fördern soll. Mit den beiden Info-Broschüren will das AJB gemeinsam mit den Schulen das Bewusstsein für die Kinderrechte stärken.

Letztes Jahr führte das AJB die Aktion zum ersten Mal durch. In einigen Klassen wurde der Inhalt zudem in Lektionen vertieft. Damals erhielten gut 3500 Kinder und Erziehungsberechtigte die gedruckten Unterlagen. Das Interesse ist seither gestiegen, sodass über 78 Fachpersonen über 5000 Stück an Unterlagen bestellt haben.

Die beiden Rechte

Im Minibook werden für die Kinder zur Veranschaulichung typische Alltagssituationen abgebildet. Hier ein Beispiel zum Recht auf Zugang zu Informationen: Kinder sitzen zusammen auf dem Sofa und nutzen Medien wie Bücher, Podcasts, TV oder das Internet. Allerdings reagieren sie erstaunt oder nachdenklich über das, was sie sehen und hören.

Die Kinder sollen lernen, sich über verschiedene Quellen zu informieren und Inhalte kritisch zu hinterfragen. Sie lernen, dass es viele Falschinformationen gibt und wie sie diese erkennen können. Und auch das sichere Verhalten im Internet ist ein zentrales Thema.

Im Beispiel zum Recht auf Schutz vor Gewalt ist auf der Abbildung ein Kind zu sehen, welches gerade nach Hause kommt. Wegen schlechter Noten wird dieses von einem Elternteil beleidigt. Als Warnsignal erhebt der Vater zudem die Hand.

Gewalt kann viele Formen haben – sei es physisch, psychisch oder emotional. Das lernen die Kinder in dieser Veranschaulichung. Allerdings erfahren sie auch, dass sie ein Recht auf Schutz haben. Sie beschäftigen sich damit, wo sie sich sicher fühlen und wie sie Hilfe holen können, wenn Grenzen überschritten werden.

Die Eltern können helfen

Das Recht auf Zugang zu Informationen und das Recht auf Schutz vor Gewalt stehen gemäss AJB in einem engen Zusammenhang, da sie sich gegenseitig beeinflussen können. «Wer Zugang zu verlässlichen Informationen hat, kann besser erkennen, wann etwas nicht in Ordnung ist und wo Unterstützung zu finden ist.»

Umgekehrt ermögliche ein sicheres und gewaltfreies Umfeld, dass Kinder offen Fragen stellen, Neues lernen und sich selbstbestimmt informieren können. Die Eltern können ihre Kinder dabei unterstützen, damit sie Medien verstehen, mit schwierigen Inhalten umgehen und die Fähigkeit haben, sie einzuordnen.

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