Göpf Mülli und die Äpfel – eine Liebe, die ein Leben lang hält
Reisen, Yoga oder Joggen – das sind die gängigen Methoden, um dem stressigen Alltag zu entfliehen. Göpf Mülli jedoch findet seinen Frieden unter seinen Apfelbäumen. Er gewährt einen Einblick in sein Lebenswerk.
«Es ist ein bisschen so, als ob ich Briefmarken sammeln würde – nur dass es Äpfel sind.» So beschreibt Gottfried «Göpf» Mülli seine Leidenschaft. Und diese Leidenschaft ist gross: Rund 200 Apfelbäume mit fast ebenso vielen Sorten stehen in seinem lauschigen Obstgarten in Uster.
Seit 50 Jahren engagiert sich der Pomologe für die Pflege und Erhaltung der Artenvielfalt von Äpfeln. Sein grosses Wissen stellt er auch heute noch verschiedenen Institutionen zur Verfügung. Unter anderem Fructus, der schweizweiten Vereinigung zur Förderung alter Obstsorten.
«Angefangen hat eigentlich alles mit dem Dübendorfer Milchapfel», erzählt der 86-Jährige, gefragt nach dem Schlüsselerlebnis. Auf einem Markt in Oerlikon sei er im Jahr 1965 zufällig auf diese seltene Sorte gestossen. Es war «Liebe auf den ersten Biss»: «Dieser milde, feine Geschmack überwältigte mich.»



