Den «einen Apfel» gibt es nicht – aber diese Tipps verändern den Genuss
Gala, Cox Orange, Boskop – das sind gängige Apfelsorten der Grossverteiler. Doch warum braucht es so viele andere Sorten? Und welche eignet sich wofür? Ein Pomologe aus Uster klärt auf.
Laut verschiedenen Quellen gilt der Apfelbaum als der älteste kultivierte Baum der Erde. Und Äpfel als meistproduzierte Früchte der Welt. Kein Wunder also, gibt es unzählige Tipps, Rezepte und Hausmittelchen rund um diese beliebte Frucht.
Einer, der sich auskennt mit Äpfeln, ist Göpf Mülli. Der Pomologe erklärt, warum es so viele – weltweit über 20’000 – Sorten gibt: «Früher war die Auswahl an Früchten in unseren Breitengraden längst nicht so gross wie heute.» Entsprechend habe man versucht, von den wenigen Früchten, die man gehabt habe, möglichst viele Variationen zu gewinnen.
So wurden einerseits die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen herangezüchtet. «Es gibt Äpfel, die ausgeprägte Aromen von Vanille, Muskat, Bananen, Alant, Bittermandeln, Anis oder Zitrusfrüchten haben.» Zum Beispiel die Ananasrenette, die ihren Namen nicht nur ihrer Farbe und Form zu verdanken hat: «Diese Sorte hat einen leicht säuerlichen Geschmack, der an Ananas erinnert.»
Auf der anderen Seite unterscheiden sich gemäss dem Experten die vielen Sorten auch stark in ihrer Konsistenz. «Neben den knackigen gibt es zum Beispiel schaumig-saftige Äpfel oder solche, die beim Reinbeissen knirschen.»

