Gemeindehaus Turbenthal ist nach einem Jahr endlich saniert
Etwa ein Jahr dauerten die Bauarbeiten an der Fassade des Gemeindehauses Turbenthal. Jetzt zieht Gemeinderätin Katharina Fenner eine positive Bilanz.
Die Mitarbeitenden in der Gemeindeverwaltung in Turbenthal mussten sich das letzte Jahr an Lärm gewöhnen. Denn um sie herum ist seit August 2024 gebohrt und gehämmert worden. Das Gemeindehaus, das 1963 gebaut wurde, ist zum ersten Mal energetisch saniert worden.
«Bitter nötig», wie die Gemeinderätin und Hochbau- und Liegenschaftenvorsteherin Katharina Fenner (FDP) im Frühjahr fand. Damals war das Haus noch eine Baustelle – die Mitarbeitenden auf der Gemeindeverwaltung arbeiteten trotzdem. Doch eine Zumutung waren nicht etwa die Bauarbeiten, sondern die Temperaturen in den Räumen. Im Winter war es zu kalt, es zog regelrecht, im Sommer tropfte der Schweiss. Deshalb wurde das Haus unter anderem besser isoliert und mit Lüftungen ausgestattet. Ausserdem erhielt das Gemeindehaus Solarpanels.
Arbeiten dauerten etwa ein Jahr
Die Bauarbeiten wurden im Sommer abgeschlossen. «Es gab noch die eine oder andere Justierung, die man nach der Sanierung vornehmen musste», erklärt sie. Wie beispielsweise das Anbringen der Sonnenstoren.
Die Fenster hatten teilweise eine minimale Abweichung in der Breite, weil zum Beispiel einige Fenster noch aus dem Erbauungsjahr stammten, andere in der Zwischenzeit ersetzt worden sind. «Die Montage der neuen Storen war deshalb etwas kniffliger», sagt Fenner.
Insgesamt dauerten die Arbeiten etwa ein Jahr. «In diesem Sommer konnten wir alles abschliessen, sogar die Solarpanels sind eingebaut.» Die Lieferung der Solarpanels sorgte zunächst für eine Verzögerung wegen Engpässen in der Lieferkette. «Wir dachten, es geht ewig, bis diese ankommen», erzählt Fenner. «Doch dann waren sie plötzlich da.»
Nun ja, nicht ganz da. Denn bei der Lieferung sind die Panels aus unerklärlichen Gründen erst in Rikon aufgetaucht. «Wir waren nicht nur wegen des Orts überrascht, sondern auch, dass sie doch so schnell angekommen waren.» Nun liefern die Panels bereits Strom.
Vielleicht nochmals teurer
Katharina Fenner ist mit dem Ergebnis zufrieden. Sie schwärmte bereits von den kühlen Sitzungen, die im Gemeindehaus stattfinden konnten. «Die Temperaturen und die Luft in den Räumen sind viel angenehmer.» Sie ist ebenso froh, dass die Bauarbeiten endgültig abgeschlossen sind. «Für unsere Mitarbeitenden war es etwas fordernd, doch jetzt ist endlich wieder Ruhe eingekehrt», sagt sie.


Ursprünglich waren Kosten von 800’000 Franken für die Sanierung geschätzt worden. Im Budget 2024 wurden es dann 1,7 Millionen Franken. Das hat unter anderem mit der nachträglich geplanten Lüftung zu tun.
Zu den definitiven Kosten kann sie noch keine Angaben machen. Denn noch wartet Turbenthal auf die bewilligten Fördergelder. Diese hat die Gemeinde zugute, weil sie das Gemeindehaus nach Minergie-P-Standard, einem Baustandard für Niedrigenergiehäuser mit maximaler Energieeffizienz, saniert und mit Solarpanels ausgestattet hat.
Doch Fenner schätzt, dass sich die Kosten auf nochmals rund 10 Prozent über den budgetierten Betrag belaufen werden. «Einen Neubau zu errichten, ist eben viel einfacher, als ein altes Haus zu sanieren», sagt sie. Bei einer Sanierung würde man öfters auf Probleme stossen, die man zuvor unterschätzt habe. Im Gemeindehaus Turbenthal waren beispielsweise der Estrich und einzelne Wände in einem schlechteren Zustand als erwartet. Doch die Gemeinderätin zieht eine positive Bilanz: «Es ist wirklich schön geworden.»
