Am Werrikerbach in Uster ist ein Stück Natur zurückgekehrt
Vorher-nachher-Vergleich
Ein längerer Abschnitt des Werrikerbachs in Uster wurde über mehrere Monate hinweg neu gestaltet und aufgewertet. Jetzt sind die Arbeiten abgeschlossen.
Der Werrikerbach in Uster hat sich im Abschnitt von der Böschstrasse bis zum Wildsbergweg seit Anfang Jahr stark verändert. Auf einer Länge von 900 Metern wurden diverse Uferverbauungen entfernt, das Wasser im Bach fliesst nun wieder freier. Und an der Uferböschung liegen stellenweise Ast- und Steinhaufen.


Der Grund für die optische Transformation war eine Revitalisierung, die ab April umgesetzt wurde. Die Stadt Uster wollte damit «das ökologische Gleichgewicht wiederherstellen und die Biodiversität stärken». Der Bach wurde deshalb so naturnah wie möglich gestaltet, um neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen.



Damit der Bach auch bei geringen Wassermengen gut durch die Natur fliessen kann, wurde entlang den tiefsten Punkten des Bachlaufs eine Wasserrinne erstellt. Im Bereich Pfisterhölzli wurde eine Uferseite abgeflacht und das Gerinne teilweise neu angelegt. Neben dem neuen Bachlauf entstanden auch mehrere flache Teiche.
Neuer Grillplatz
Im August fanden die Wasserbauarbeiten ihren Abschluss, im Oktober standen die Pflanzenarbeiten auf dem Plan. Von der Revitalisierung profitieren sollen nun Fische, Amphibien und Reptilien – beispielsweise Bachforellen, Erdkröten und Ringelnattern. Aber auch diverse Libellenarten, Säugetiere wie das Hermelin und Vögel dürften den neu gestalteten Bachlauf zu schätzen wissen.

Beim Pfisterhölzli ist zudem ein neuer Grillplatz mit Bänken am Entstehen. Das Ufer wurde in diesem Bereich flacher gestaltet und mit Naturelementen wie Totholz oder Kiesbänken ergänzt. Der Picknickplatz soll später den Anwohnenden und Besuchenden zur Erholung und zum Verweilen dienen.
