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Uster revitalisiert den Werrikerbach

Naturnahe Ufer statt steile Verbauungen. So wird der Werrikerbach in Uster aufgewertet.

Entlang dem Werrikerbach sorgen heute Uferverbauungen dafür, dass kein Erdreich abrutscht. (Archiv)

Foto: Ljilja Mucibabic

Uster revitalisiert den Werrikerbach

Von April bis September

Der Werrikerbach fliesst durch Uster und Greifensee. Jetzt starten die Revitalisierungsarbeiten des unscheinbaren Gewässers in Uster.

Rund 1,4 Millionen Franken lässt sich die Stadt Uster die Aufwertung des Werrikerbachs kosten. Mittelfristig wird eine naturnahe Umgestaltung über die gesamte Bachlänge angestrebt.

Die Gemeinde Greifensee realisierte bereits im Jahr 2023 entlang der Primarschulanlage Breiti einen ersten Abschnitt. In Uster folgt nun ab April der rund 900 Meter lange Abschnitt von der Böschstrasse bis zum Wildsbergweg. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis September.

Uferverbauungen werden entfernt

Bei der Revitalisierung werden diverse Uferverbauungen entfernt, damit das Wasser im Bach freier fliessen kann. Denn derzeit ist die Böschung am Fuss durchgehend hart verbaut, mehrheitlich steil und hoch.

In der Gewässersohle wird eine Niederwasserrinne erstellt. Diese stellt sicher, dass im Bach auch bei geringen Abflussmengen eine ausreichende Fliesstiefe gewährleistet ist. Das ist wichtig für die Entwicklung von Fischeiern. So sind beispielsweise die Bachforellen auf ein sauerstoffreiches Kiesbett angewiesen. Die Uferböschung wird stellenweise mit einheimischem Gehölze bepflanzt und erhält diverse Kleinstrukturen wie Ast- und Steinhaufen.

Flache Teiche im Pfisterhölzli

Veränderungen gibt es am Pfisterhölzli: Das linke Ufer des Bachs wird abgeflacht und der Wasserlauf teilweise neu angelegt. Daneben entstehen mehrere flache Teiche. Auf der angrenzenden Wiese soll sich zudem Feuchtwiesenvegetation entwickeln.

Von der Revitalisierung des Werrikerbachs profitieren diverse Tierarten: Neben den Bachforellen sind dies Amphibien und Reptilien wie Erdkröten und Ringelnattern. Diverse Libellenarten, aber auch Säugetiere wie das Hermelin und Vögel wie der Eisvogel sind ebenfalls auf solche naturnahen Lebensräume angewiesen.

Doch auch die Menschen sollen nicht zu kurz kommen. So gibt es einen neuen Rastplatz samt Grillstelle und Sitzbänken. Während der Bauarbeiten ist der Werrikerbach im Projektbereich weitgehend unzugänglich. Für Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Radfahrende ist eine Umleitung signalisiert.

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