Der Viertelstundentakt in Hinwil bleibt Zukunftsmusik
Herausforderung für alle Beteiligten
Die geplante S-Bahn-Verdichtung im Zürcher Oberland schliesst Hinwil aus. Die Gemeinde sieht sich mit steigender Nachfrage, vollen Bussen und verstopften Strassen konfrontiert.
Darum gehts
Das Zürcher Oberland wächst – und mit ihm die Fragen rund um die Verkehrsinfrastruktur. Künftig sollen, im Rahmen des Ausbauschritts Step 2035 der SBB, zwei Gleise durch Uster und Aathal führen und so einen 15-Minuten-Takt garantieren. Zu den bestehenden vier Linien S5, S9, S14 und S15 soll eine weitere hinzukommen, mit Halt in Oerlikon, Uster, Wetzikon und Hinwil.
So weit, so gut – das Oberland ist künftig also schneller erreichbar. Das ganze Oberland? Nein, wie sich bei einer genaueren Betrachtung des Linienplans zeigt. Der Bezirkshauptort Hinwil bleibt aussen vor, der 15-Minuten-Takt erreicht die Gemeinde nicht – auch nicht mit der neuen S-Bahn. Aktuell fährt die S14 jede halbe Stunde von Zürich nach Hinwil; im Rahmen des Step 2035 soll sie nur noch bis Wetzikon verkehren, wo man dann auf die neue Linie – aktuell als Linie G bezeichnet – umsteigen muss, um nach Hinwil zu gelangen.

