Farbenfroh im Herbst, jedoch eine Gefahr für die Biodiversität
Invasive Neophyten im Kanton
Die Jungfernrebe leuchtet derzeit in kräftigen Herbstfarben. Doch was schön aussieht, bedroht die heimische Flora. Jetzt ist der ideale Moment, sie zu entfernen.
Mit dem Herbst verfärben sich die Blätter, aber nicht nur von Laubbäumen und Büschen, sondern auch von Kletterpflanzen. Beispielsweise die der Gewöhnlichen und der Fünffingerigen Jungfernrebe, im Volksmund oftmals als Wilder Wein bezeichnet.
Unter dem Jahr diskret grün, leuchten die Blätter der ursprünglich aus Nordamerika stammenden Weinrebengewächse zurzeit an Haus- und Sichtschutzwänden, in Hecken und Baumkronen, aber auch an Waldrändern in kräftigen Gelb-, Rot- und Violetttönen.
Diese Leuchtfarben erleichtern ihr Aufspüren und ihre Bekämpfung: Denn Parthenocissus inserta und Parthenocissus quinquefolia – so der botanische Name – sind invasiv. Indem sie sich unkontrolliert ausbreiten, verdrängen sie die einheimische Flora und damit die Futterpflanzen der hiesigen Tierwelt. Seit dem 1. September 2024 ist ihr Verkauf ähnlich wie der von Sommerflieder, Kirschlorbeer oder Tessiner Palme schweizweit verboten.

