Buddhistische Mönche aus Rikon haben ihr Sandkunstwerk der Töss übergeben
Zehn Tage brauchten die Mönche, um das Sandmandala im Tibet-Institut zu erstellen. Doch statt es möglichst lange zu bewundern, haben sie es bereits feierlich aufgelöst.
Schier lautlos sassen die rund 20 Besucherinnen und Besucher aus der Region am Samstagnachmittag im Gebetsraum des Tibet-Instituts in Rikon. Sie wurden Zeugen, wie die buddhistischen Mönche das vor wenigen Tagen fertiggestellte Sandmandala rituell auflösten.
Erstmals seit 1985 haben die buddhistischen Mönche in Rikon im heimischen Tibet-Institut wieder einmal ein Sandmandala gestaltet. Es dient einerseits dem Training dieser komplexen Technik. Andererseits wollen die Mönche damit anderen Kulturen ihre kreative Tradition näherbringen.
Nach einem Einführungsritual haben sie Ende August mit dem täglichen Streuen des filigranen Mandalas aus Kristallsand begonnen. Nach zehn Tagen waren die Arbeiten abgeschlossen - das Kunstwerk war vollendet.
Alle diese Schritte und Rituale konnten auch von der interessierten Bevölkerung besucht werden. (ks)
Loten Dahortsang, Lehrer für Buddhismus und Meditation im tibetischen Kloster, bat die Anwesenden, das Ritual sitzend und in stiller Sammlung zu begleiten. Dann zogen die Mönche, angeführt durch Abt Geshe Tenzin Jangchup, in den Gebetsraum ein. Mit dem Klang eines Gongs eröffnete Lama Tenzin, der mit 85 Jahren älteste Mönch in Rikon, die Meditation.

