Mönche in Rikon erschaffen ein vergängliches Kunstwerk
Mit geübten Händen und einem gleichmässigen Rhythmus lassen buddhistische Mönche aus Rikon Sand zu einem filigranen Mandala rieseln. Doch die Schönheit dieses farbenprächtigen Kunstwerks ist vergänglich.
Es herrscht eine andächtige Stille im Gebetsraum des Tibet Instituts in Rikon. Das rhythmische Geräusch von Metallrohren, die aneinander gerieben werden, bringt sogar die fünf Zuschauer in einen entspannten, meditativen Zustand.
Die Blicke der Anwesenden ruhen auf den Händen von zwei buddhistischen Mönchen. Sie sind es nämlich, die das gleichmässige Geräusch verursachen: In der einen Hand halten sie ein trichterförmiges Metallrohr mit Rillen. Mit einem zweiten Rohr reiben sie über die Rillen.
Aus der feinen Spitze des nach unten gerichteten «Chakpur»-Rohrs – wie es im Buddhismus genannt wird – rieselt feinkörniger, oranger Sand. Mit ruhigen, geübten Händen «zeichnen» die beiden Mönche filigrane Muster auf ein farbenprächtiges Mandala.




