So sieht das Leben im Jugendheim in Maur aus
Das Jugendheim, mein Zuhause
Ist das Kindeswohl gefährdet, werden betroffene Kinder und Jugendliche als letzte Option in einem Heim platziert. Ein solches gibt es auch in Maur. Aber wie fühlt es sich an, dort zu leben?
Es ist ein Tag, der Jugendliche förmlich aus ihrem Umfeld herausreisst, wenn sie ihre Familien verlassen, ein neues Zuhause in einem Heim erhalten und ihr Leben erst mal von Neuem sortieren müssen.
Kinder und Jugendliche landen aus verschiedenen Gründen in einem Heim. Beispielsweise, wenn eine Familie wegen der psychisch erkrankten Eltern, Drogenkonsum oder durch andere Stressfaktoren stark belastet oder überfordert ist. Ein weiterer Grund ist die körperliche, psychische oder sexuelle Misshandlung der Kinder. Vernachlässigung, Schulverweigerung, ADS sowie ADHS sind ebenfalls Themen, die eine Rolle spielen.
Bei einer Platzierung kommen meist mehrere Faktoren zusammen. Diese erfolgt teils freiwillig, teils angeordnet durch die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb). Zurzeit herrscht in Kinder- und Jugendheimen im Kanton jedoch Platznot, wie unsere Recherche zeigt. Für Betroffene einen Platz in einer passenden Institution zu finden, wird immer schwieriger.
