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Feuerwehr musste ausrücken

Vandalen zerstören Wildbienenhotel in Illnau-Effretikon

Nun wird über die Brandursache ermittelt. Ob es mit den FCZ-Sprayereien in der Nähe zusammenhängt, ist ungewiss.

Das Bienenhotel besteht nur noch aus verkohlten Überresten.

Foto: Salma Jarkovich

Vandalen zerstören Wildbienenhotel in Illnau-Effretikon

Das Bienenhotel im Wildbienengarten bei der Kapelle Rikon ist in Flammen aufgegangen. Ob es mit den FCZ-Sprayereien zusammenhängt, ist nicht belegt.

In Illnau-Effretikon ereignete sich am Wochenende ein Verbrechen gegen eines der für unser Ökosystem essenziellsten Tiere, die Wildbienen. Und diese haben es ohnehin schon schwer genug: Ihr Lebensraum verschwindet kontinuierlich, der Klimawandel macht ihnen zu schaffen, und das Futter wird immer knapper.

Deswegen hat der Naturschutzverein Illnau-Effretikon zusammen mit der Stadt und dem Kanton 2023 das Gelände bei der Kapelle Rikon in eine Bienenoase verwandelt, samt Nistplatz im Bienenhotel. Doch vergangenes Wochenende in der Nacht vom Freitag auf den Samstag ist dieses verwüstet worden.

Dabei haben Unbekannte das Bienenhotel angezündet, die Feuerwehr musste ausrücken. Zurückgeblieben ist eine verkohlte Ruine. Was genau passiert ist, weiss die Stadt nicht. Laut ihr ist davon auszugehen, dass Wildbienen getötet wurden oder ihre Brut zerstört wurde.

«Wir werden eine Anzeige gegen unbekannt erstatten», sagt Stadtschreiber Peter Wettstein. Zudem wurde die Fassade der Kapelle mit blauen FCZ-Sprayereien verunstaltet, solche sind auch auf der Strasse nicht weit von der Kapelle entfernt zu finden. «Ob diese aber etwas mit dem Brand im Wildbienengarten zu tun haben, können wir nicht sagen», betont Wettstein. «Das wäre reine Spekulation.»

Die Brandursache ist laut Kantonspolizei noch nicht bekannt. Doch Vandalismus stehe im Vordergrund der Ermittlungen. «Wir prüfen ausserdem einen allfälligen Zusammenhang zwischen den Graffiti und dem Brand», sagt Ralph Hirt, Mediensprecher der Kantonspolizei.

Massnahmen müssen folgen

Es ist nicht der erste Brand im Wildbienengarten. Schon im April haben Unbekannte ein Feuer gelegt und einen Asthaufen angezündet.

«Da es sich hier wiederholt um eine Verwüstung handelt, müssen wir künftig Massnahmen ergreifen», sagt Wettstein. Was das genau heisst, ist ungewiss. Ebenfalls ist noch unklar, ob und wann das abgebrannte Bienenhotel ersetzt wird. Das Unverständnis über die sinnlose Tat ist gemäss dem Stadtschreiber gross.

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