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Hier sind Wildbienen im Anflug

Früher eine monotone Wiese, in Zukunft ein Paradies für Wildbienen. So hat sich das Areal rund um die Kapelle Rikon in Effretikon gewandelt.

Das Areal bei der Kapelle Rikon nach der Umgestaltung durch eine Bauunternehmung.

Foto: Beatrix Mühlethaler

Hier sind Wildbienen im Anflug

Lebensraum in Effretikon

Baumstämme, Stein- und Holzhaufen statt der früheren eintönigen Wiese: Bei der Kapelle Rikon in Effretikon ist Lebensraum für Wildbienen entstanden.

In der Gruppe der Wildbienen werden sämtliche Bienen ausser der Honigbiene zusammengefasst. Rund 600 Bienenarten gibt es in der Schweiz, fast die Hälfte steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Grund ist das Verschwinden geeigneter Lebens- und Nisträume.

Nun hat die Stadt Illnau-Effretikon bei der Kapelle Rikon neuen Lebensraum für die Wildbienen geschaffen. Geeignete Niststrukturen und ein grosser Blumenreichtum sollen dafür sorgen, dass sich zahlreiche Bienenarten ansiedeln und Brutbauten errichten.

Neben Wildbienen finden hier auch andere Insekten sowie Vögel, Igel und weitere Kleintiere Futter und Unterschlupf. Die attraktive, blumenreiche Anlage ist für die Bevölkerung durch einen Rundweg zugänglich.

Den Anstoss für diese Umgestaltung gab der Verein Naturschutz Illnau-Effretikon, der unterstützt durch einen Sponsor die Anschubfinanzierung leisten konnte. Der Verein fand Gehör und personelle sowie finanzielle Unterstützung bei der Stadt Illnau-Effretikon und dem Kanton Zürich, denen das Land um die Kapelle gehört.

Weitere Geldgeber ermöglichten die grosszügige Ausgestaltung: der Naturemade Star-Fonds von EWZ, die Otto-Gamma-Stiftung, Bird Life Schweiz und die Evangelisch-reformierte Kirche Illnau-Effretikon.

Bienenhotels reichen nicht

Nur wenige der 600 Wildbienenarten können mit den mittlerweile beliebten Bienenhotels etwas anfangen. Die Mehrheit – gerade auch viele der seltenen Arten – brauchen offenen Boden, um darin Gänge anzulegen, in denen die Larven zu flugfähigen Bienen heranwachsen. Andere nagen für ihr Gelege Hohlräume in markhaltige Pflanzenstängel oder totes Holz, nutzen Mauerspalten, Steinhaufen oder verlassene Schneckenhäuser. Um all diesen unterschiedlichsten Bedürfnissen gerecht zu werden, sind auf der neu geschaffenen Fläche in Effretikon sehr verschiedenartige Strukturen zu finden.

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