Dieser Vertrag gibt ihm Sicherheit
Kevin Kuhns Zukunft ist geklärt. Der beste Schweizer Querfahrer bleibt im Team Heizomat-Cube. Um den Laupner herum verändert sich allerdings einiges.
Als Kevin Kuhn vor einem Monat über seine Vertragssituation sprach, sagte er: «Es ist schwierig in unserem Sport. Es gibt zu wenige Teams und zu wenig Geld.» Und der 28-Jährige hoffte, möglichst bald Klarheit zu haben. Die Worte des besten Schweizer Querfahrers klangen nicht gerade optimistisch.
Doch vor einigen Tagen hatte das Bangen ein Ende – ein gutes. Ende letzter Woche gab sein Team Heizomat-Cube die Vertragsverlängerung mit dem Laupner bekannt. Kuhn hat einen Zweijahresvertrag unterschrieben, wie er sagt. «Es ist das, was das Team will und was ich will», sagt er.
Die Vertragsdauer gibt ihm Sicherheit und sagt doch auch etwas über seinen Status aus in der Equipe, in der er sich wohlfühlt. «Ich komme vor allem auch sehr gut mit jenen Leuten aus, mit denen ich während der Saison praktisch täglich Kontakt habe. Es ist ein intensiver Sport, und man tauscht sich sehr viel aus mit den Mechanikern. Da ist es wichtig, dass es menschlich passt. Das gibt Ruhe.»
Auch Kontinuität sorgt für Ruhe – die hat Kuhn zwar punkto Vertrag, doch im Team verändert sich einiges. Kuhns niederländischer Teamkollege Mees Hendrikx, mit dem sich der Laupner sehr gut verstand, verlässt die Equipe. Dafür gilt der Zuzug von Joris Nieuwenhuis in der Szene als Coup – der 30-jährige Niederländer fuhr diesen Winter im Weltcup zweimal aufs Podest und wurde WM-Vierter.
Ein Abstecher in die Gravel-Sparte
Kuhn sagt: «Es kommt noch mehr Professionalität ins Team.» Das gilt auch für das Material. Velohersteller Cube baut seine Unterstützung laut Kuhn aus.
Auch das Sommerprogramm des Laupners ändert sich. Zwar verzichtet er weiterhin auf Strassenrennen, dafür wird das Team punktuell an Gravel-Rennen teilnehmen. «Es war ein Wunsch von mir, dass es den Sommer über ein, zwei Dinge gibt, auf die ich mich vorbereiten kann. Gravel boomt – das passt perfekt», sagt Kuhn.